15.07.2026 13.18Online seit heute, 13.18 UhrDas Verkehrsministerium hat diese Woche den angekündigten neuen Verkehrsstrafenkatalog veröffentlicht, der am 1. Jänner in Kraft tritt. Die bundesweite Harmonisierung wurde seit Jahren gefordert. Der Mobilitätsclub ÖAMTC begrüßte den Schritt heute in einer Aussendung, übte aber Kritik an den starken Straferhöhungen.Bisher waren nur einzelne Beispiele der neuen Strafhöhen bei Anonymverfügungen bekannt, in der Verordnung sind nun alle aufgelistet. Das sei eine wesentliche Verbesserung, sagte ÖAMTC-Chefjurist Martin Hoffer zur APA. Denn die Anonymverfügungskataloge der Bundesländer seien zuvor nicht in Landesgesetzblättern kundgemacht worden. Die Höhe der Strafbeträge zu kommunizieren hätte auch eine präventive Wirkung.Kritik übte der Mobilitätsclub aber an der Anhebung der Strafen „deutlich über der Inflationsrate“. Im Schnitt würden sämtliche Verkehrsstrafen um 50 Prozent erhöht, hieß es in der Aussendung des ÖAMTC.60 Euro für Abstellen im ParkverbotDas Abstellen eines Fahrzeugs im Halte- oder Parkverbot und das Vergessen einer Parkscheibe in der Kurzparkzone kosten künftig 60 Euro. Das verbotene Einfahren in eine Kreuzung bei gelber Ampel wird mit 70 Euro bestraft. Hält man an einer Stopptafel nicht vollständig an, kostet das ab Jänner 70 Euro.Wer im Ortsgebiet bis zu 30 km/h zu schnell unterwegs ist, muss je nach gemessener Geschwindigkeit zwischen 50 und 120 Euro zahlen. Die Strafen für höhere Geschwindigkeitsverstöße sind in der Straßenverkehrsordnung geregelt. Auch hier sollen die Beträge angehoben werden.Ministerium: An höchsten Strafen orientiertDas Ministerium relativierte gegenüber der APA die Kritik des ÖAMTC, dass die Strafbeträge um 50 Prozent erhöht werden. Derzeit gibt es in den einzelnen Bundesländern teils unterschiedliche Strafhöhen. Diese wurden nun angepasst und vereinheitlicht. Dabei habe man sich an den höchsten Strafen orientiert, die in einem Bundesland bereits gültig waren. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.