Mehr Wüstenstaub in Europa mit Folgen für Gesundheit

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18.07.2026 07.39Online seit heute, 7.39 UhrIn Europa geht immer mehr Wüstenstaub aus Nordafrika nieder. „Das hat Folgen für die Gesundheit und die Solarstromproduktion“, so Fachleute des schweizerischen Paul Scherrer-Instituts (PSI) in der Fachzeitschrift „Nature“.Die Wüstenstaubmenge ist demnach in den vergangenen zehn Jahren um zehn bis 25 Prozent gestiegen. Daten aus Eisbohrkernen aus den Alpen zeigten zudem, dass sich die Belastung über die vergangenen 150 Jahre mehr als verdoppelt hat.Ursache seien nicht mehr Stürme, aber die einzelnen Stürme seien intensiver und transportieren mehr Staub. Man erkennt ihn an der gelblich-trüben Luft, rötlichen Sonnenuntergängen und staubigem Belag etwa auf Autos. Wüstengebiete wie die Sahara dehnen sich im Zuge des Klimawandels aus. Zudem habe sich die atmosphärische Zirkulation geändert, heißt es in dem Bericht: Es gebe mehr starke Winde aus der Sahara-Region Richtung Europa.Gefährdet sind vor allem Menschen mit Herz- oder Lungenerkrankungen sowie ältere Menschen. Studien hätten gezeigt, dass an Tagen mit hoher Wüstenstaubkonzentration in der Luft mehr Menschen an Herzinfarkten und Atemproblemen sterben als sonst, schreiben die Forscherinnen und Forscher.Auch für die Solarstromproduktion hat der Staub Folgen. Zum einen beschattet Wüstenstaub in der Luft die Anlagen, zum anderen lagert er sich auf Solarmodulen ab. Beides mindert den Stromertrag.