16.07.2026 07.05Online seit heute, 7.05 UhrDer österreichische EU-Migrationskommissar Magnus Brunner (ÖVP) hat Länder wie Österreich und Deutschland aufgerufen, ihre Grenzkontrollen im Schengenraum zu beenden. „Es ist nun an der Zeit, die Kontrollen an den Binnengrenzen abzuschaffen“, sagte Brunner laut einem heute veröffentlichten Interview mit dem European Newsroom (ENR) in Brüssel. Die EU-Außengrenzen seien durch den Pakt für Migration und Asyl nunmehr besser geschützt, weil die Verfahren an den Außengrenzen stattfinden.Vor allem seien die Zahlen irregulärer Ankünfte dramatisch zurückgegangen, zuletzt um 37 Prozent gegenüber 2025, betonte Brunner. „Aber die Mitgliedstaaten bauen die Grenzkontrollen tatsächlich bereits schrittweise ab“, sagte Brunner.„Schrittweise abschaffen“Der Kommissar verwies etwa auf die Grenze zwischen Slowenien und Österreich, wo in Spielfeld der Rückbau des Grenzmanagements begonnen hat, ebenso auf die Grenze von Deutschland nach Luxemburg. „Eine der Möglichkeiten besteht darin, die Grenzkontrollen im Hinterland durchzuführen“, so der EU-Kommissar.Immer mehr Mitgliedstaaten bewegten sich in diese Richtung. Auch Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) nannte dies bereits als die künftig angepeilte Methode.Sieht funktionierende Umsetzung des MigrationspaktsBrunner sieht die EU-Staaten bei der Umsetzung des im Juni in Kraft getretenen Pakts für Migration und Asyl auf Kurs. „Bisher sehen wir, dass die neuen Vorschriften in der gesamten Europäischen Union angewendet werden“, sagte er. In fast jedem Mitgliedstaat seien die nationalen Gesetze auf dem neuesten Stand.Im Oktober werde die Kommission genauer wissen, wie der Pakt tatsächlich funktioniere. „Was die Details angeht – zum Beispiel Eurodac (System zum Abgleich von Fingerabdrücken, Anm.) –, ist natürlich noch nicht alles zu 100 Prozent perfekt“, so Brunner. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.