16.07.2026 09.12Online seit heute, 9.12 UhrObwohl die deutsche Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich offiziell als Frau gilt, soll sie ihre Haftstrafe in einem Gefängnis für Männer verbüßen.Das habe die Anstaltsleitung im Frauengefängnis im deutschen Chemnitz entschieden, teilte das sächsische Justizministerium heute mit. 2025 war bekanntgeworden, dass Liebich den Geschlechtseintrag von männlich zu weiblich hatte ändern lassen. Das wurde mitunter als Provokation interpretiert.Nach ihrer Auslieferung von Tschechien nach Deutschland gesten war Liebich zunächst in das Frauengefängnis in Chemnitz gebracht worden. Noch am selben Tag sei sie in die Justizvollzugsanstalt Zeithain im Bezirk Meißen verlegt worden, hieß es nun.„Gut, dass die JVA schnell Klarheit geschaffen und sich nicht auf Inszenierungen eingelassen hat“, sagte Sachsens Justizministerin Constanze Geiert (CDU). Die Entscheidung der Anstaltsleitung sei unter anderem nach einem Gespräch mit Liebich und einer Untersuchung von ihr getroffen worden.In der Abwägung maßgeblicher Aspekte sei es auch um die Sicherheit der Frauen im Justizvollzug in Chemnitz gegangen, hieß es.Im Juli 2023 war die Rechtsextremistin – damals noch als Mann mit dem Vornamen Sven – vom Amtsgericht Halle wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten ohne Bewährung verurteilt worden. Ursprünglich sollte Liebich die Haft schon Ende August 2025 antreten.