19.07.2026 22.06Online seit heute, 22.06 UhrDas US-Militär hat den Tod eines weiteren Soldaten im Iran-Krieg gemeldet. Gestern sei ein US-Soldat im Nordirak bei einer kontrollierten Sprengung nicht detonierter Kampfmittel aus einer abgeschossenen iranischen Einwegdrohne ums Leben gekommen, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Die offiziell bekannte Zahl der im Iran-Krieg gefallenen US-Soldaten steigt damit auf 17. Ein weiterer Soldat wurde bei dem Vorfall verletzt.Gestern hatte das US-Militär erstmals seit den Anfangstagen des Iran-Kriegs wieder den Tod von Soldaten infolge von iranischem Beschuss gemeldet. Sie seien am Freitag bei einem Einsatz in Jordanien ums Leben gekommen, als sich US-Streitkräfte und Verbündete gegen iranische Raketen- und Drohnenangriffe verteidigten, teilte Centcom mit.Das US-Militär informierte gleichzeitig auch über einen weiteren Soldaten, der noch vermisst werde. Sie erklärten, dass man nach einer gründlichen Suche am Ort des Geschehens bisher nicht identifizierte sterbliche Überreste gefunden habe. Derzeit laufe ein Prozess zur Identifizierung, hieß es.Kritik von DemokratenUnterdessen übten demokratische Mitglieder des US-Kongresses scharfe Kritik an der Kriegsführung von Präsident Donald Trump im Iran. Der stellvertretende Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Senat, Mark Warner, sagte, es sei bemerkenswert, dass die USA nicht mehr Todesopfer zu beklagen hätten. „Wir haben buchstäblich Hunderte Schwerverletzte“, betonte er und verwies dann auf die 16 bisher gefallenen US-Soldaten.Als stellvertretender Vorsitzender des Geheimdienstausschusses gehört er dem kleinen Kreis hochrangiger Kongressmitglieder an, auf welchen die US-Regierung Briefings zu Geheimdienstangelegenheiten in bestimmten Situationen beschränken kann. Er könne eindeutig sagen, dass „keine unmittelbare Bedrohung durch den Iran bestand“, betonte Warner im Gespräch mit dem Sender CBS News und warf Trump vor, den Krieg ohne Plan begonnen zu haben.Trump verteidigte KriegTrump wiederum verteidigte den Krieg. „Haben Sie sich jemals gefragt, wie viele Menschen in Vietnam gestorben sind? Haben Sie sich jemals gefragt, wie viele Menschen an einem einzigen Tag in Afghanistan gestorben sind?“, zitierte ihn das Boulevardblatt „New York Post“ aus einem Telefoninterview.Trump bezeichnete den Tod der Soldaten demnach als „Schande“ und betonte, dass die Soldaten gestorben seien, weil sie nicht wollten, dass der Iran eine Atomwaffe besitze.