13.07.2026 17.19Online seit heute, 17.19 UhrIm Fall der getöteten britischen Ex-Ministerin Ann Widdecombe verdichten sich die Hinweise auf eine politische Tat. Gegen einen am Wochenende unter Mordverdacht festgenommenen Verdächtigen werde inzwischen wegen des „Verdachts der Begehung, Vorbereitung oder Anstiftung zu terroristischen Handlungen“ ermittelt, erklärte die Polizei in den Grafschaften Devon und Cornwall heute. Die Ermittlungen übernahm eine Anti-Terror-Einheit der Polizei.Die rechtsgerichtete Politikerin und prominente Brexit-Befürworterin Widdecombe war am Donnerstag tot in ihrem Haus im Südwesten Englands aufgefunden worden. Ihr Leichnam wies laut Polizei „schwere Verletzungen auf“ und lag dort vermutlich 24 Stunden lang unentdeckt.Am Samstag war in diesem Zusammenhang ein 28-jähriger Brite im Hunderte Kilometer entfernten Yorkshire wegen Mordverdachts festgenommen worden. Der Leiter der Anti-Terror-Polizei, Laurence Taylor, erklärte, die Ermittler verfolgten „mehrere Ansätze, um das Motiv zu klären“.Die 78 Jahre alte Widdecombe war von 1987 bis 2010 für die konservativen Torys im britischen Parlament gesessen. Sie setzte sich für den Austritt Großbritanniens aus der EU ein und schloss sich 2019 der rechtspopulistischen Partei Reform UK an.