06.10.2026 10.56Online seit heute, 10.56 UhrDer Handelsverband hat heute eine Binnenmarktbeschwerde bei der Europäischen Kommission eingereicht. Versandhändler mit mehr als 100 Mio. Euro Umsatz in Österreich müssen seit 1. Oktober die Steuer in Höhe von zwei Euro pro Paket oder Bestellung bezahlen. Inklusive Umsatzsteuer sind es 2,40 Euro.Der Handelsverband sieht bei der Paketabgabe erhebliche Verstöße gegen EU-Recht, unter anderem gegen die Warenverkehrsfreiheit und Dienstleistungsfreiheit.„Wirtschaftspolitischer Irrläufer“Die Interessenvertretung ersuchte die Kommission, die nationale Paketsteuer zu prüfen und ein Vertragsverletzungsverfahren einzuleiten. „Der größte wirtschaftspolitische Irrläufer des Jahrzehnts gehört abgeschafft“, hielt Handelsverbandsgeschäftsführer Rainer Will fest.Für faire Wettbewerbsbedingungen gegenüber Drittstaatenplattformen wie Shein und Temu brauche es „konsequent durchgesetzte europäische Regeln und wirksame Kontrollen, keine undurchdachten nationalen Sonderregeln“.Zalando brachte bereits Klage einDer deutsche Onlinemodehändler Zalando hatte sich als erster Händler rechtlich gewehrt und bereits am 20. August eine Klage gegen das Paketsteuergesetz am Verfassungsgerichtshof (VfGH) eingebracht. 15 große Onlinehändler und Onlinemarktplätze sind von der nationalen Paketsteuer betroffen. Sie reichen den Großteil der Mehrkosten an die Kundinnen und Kunden weiter.