EZB signalisiert maßvolle Reaktion auf Inflationsschub

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05.10.2026 12.15Online seit heute, 12.15 UhrTrotz der sprunghaft gestiegenen Inflation im Euro-Raum sieht sich die Europäische Zentralbank (EZB) beim Zinskurs nicht unter Zugzwang. EZB-Chefvolkswirt Philip Lane sagte heute, man werde weiterhin mit Augenmaß auf die hartnäckig hohe Inflation reagieren.In der Geldpolitik bleibe man auf einem „mittleren Pfad“ und somit bei einer maßvollen Reaktion, um den Preisauftrieb im Zaum zu halten.Angesichts des Ölpreisschocks sei es umsichtig gewesen, den Leitzins im Juni und September auf aktuell 2,50 Prozent anzuheben. Der Ire verwies zugleich auf Effekte des Energiepreisschocks, die das Ausmaß der nötigen geldpolitischen Straffung verringern könnten.Indirekte Auswirkungen durch niedrigere RealeinkommenDenn geminderte reale Einkommen der Verbraucherinnen und Verbraucher und niedrigere Unternehmensgewinne wirkten dem mittelfristigen Inflationsdruck entgegen, so Lane. Bei der Beurteilung, wie der Angebotsschock bei der Energie den Inflationsausblick präge, müssten also auch solche indirekten Auswirkungen berücksichtigt werden.Teure Energie hat die Inflation in der Euro-Zone im September auf den höchsten Stand seit drei Jahren katapultiert. Die Verbraucherpreise stiegen um 3,8 Prozent nach 3,2 Prozent im August.EZB erwartet hohe Inflation bis Mitte 2027Die EZB geht davon aus, dass die Gesamtinflation bis in die erste Jahreshälfte 2027 deutlich über ihrem Zielwert von 2,0 Prozent bleiben wird. Auf den Finanzmärkten wird damit gerechnet, dass die Notenbank auf ihrer Sitzung Ende des Monats stillhält und im Dezember die Zinsen weiter anheben wird. Es wäre der dritte Schritt nach oben in diesem Jahr. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.