05.10.2026 22.55Online seit heute, 22.55 UhrIm Fall des überraschenden Abzugs der US-Langstreckenbomber von einem Militärstützpunkt in Großbritannien hat US-Präsident Donald Trump Außenminister Marco Rubio und dem Pentagon widersprochen. Es habe Bedrohungen gegeben, sagte er heute in Washington ohne Nennung weiterer Details.„Warum sollten wir die Bomber also dort lassen? Also haben wir sie ein wenig verlegt, nicht sehr weit“, sagte Trump weiter. Auf Nachfrage sagte er, dass die Menschen hinter der Bedrohung vermutlich in Verbindung mit dem Iran stünden.Stunden zuvor hatte Rubio dagegen betont, dass der Abzug nicht in direktem Zusammenhang mit mutmaßlichen Terrordrohungen stehe. „Ich würde das nicht unmittelbar mit der Entscheidung über die Verlegung in Verbindung bringen“, sagte Rubio vor Journalisten. Grundsätzlich sei die Verlegung „nichts Ungewöhnliches“.Das Pentagon hatte bestätigt, dass alle US-Bomber, die auf dem Stützpunkt RAF Fairford stationiert waren, wieder an ihre Heimatstützpunkte in den Vereinigten Staaten zurückgekehrt sind. Zu den Hintergründen äußerte sich weder die US-amerikanische noch die britische Regierung.Nahe dem Stützpunkt waren Ende September fünf Männer unter Terrorverdacht festgenommen worden. In den folgenden Tagen wurde ein sechster Verdächtiger festgenommen. Alle befinden sich unter Auflagen wieder auf freiem Fuß.Die „New York Times“ hatte zuvor berichtet, dass neue Drohungen gegen den Stützpunkt der Grund für den überraschenden Abzug seien. Es gebe Informationen über einen vom Iran unterstützten Anschlagsplan auf den Stützpunkt, berichtete die Zeitung unter Berufung auf zwei namentlich nicht genannte US-Beamte. Die US-Streitkräfte hatten im März weitere Langstreckenbomber nach Großbritannien verlegt, um so flexibler im Krieg gegen den Iran agieren zu können.