06.10.2026 08.26Online seit heute, 8.26 UhrDer Baustoffkonzern Wienerberger senkt wegen der schleppenden Baukonjunktur erneut seine Ergebnisprognose. Im dritten Quartal sei der saisonale Aufschwung der Bautätigkeit nach der Sommerpause im September weniger ausgeprägt ausgefallen als erwartet, teilte der Konzern heute mit.Für das Geschäftsjahr 2026 werde nun ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 640 bis 650 Mio. Euro erwartet.Erst im Juli hatte das Management seine Ergebnisprognose auf rund 700 Mio. Euro gesenkt, nachdem ursprünglich ein EBITDA von über 800 Mio. Euro angepeilt worden war. Die schwache Entwicklung im Neubaugeschäft, insbesondere in den USA, Kanada und Großbritannien, setzt dem Konzern zu.Für das dritte Quartal rechnet Wienerberger bei einem Umsatz von rund 1,2 bis 1,3 Mrd. Euro mit einem EBITDA von etwa 170 bis 180 Mio. Euro. Es seien nun Maßnahmen zur Kostenoptimierung beschleunigt und intensiviert worden, sagte Interimschef Gerhard Hanke.Mitte August hatte der langjährige Chef Heimo Scheuch aus gesundheitlichen Gründen seine Ämter niedergelegt. Hanke soll Wienerberger nun führen, bis ein dauerhafter Nachfolger gefunden ist.