Französische Abgeordnete warf israelische Flagge auf Boden

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06.10.2026 17.52Online seit heute, 17.52 UhrEine französische Abgeordnete der Linken-Fraktion im Europaparlament sieht sich heftiger Kritik ausgesetzt, weil sie die Flaggen Israels und der EU auf den Boden geworfen haben soll.EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola sagte heute, sie nehme die gegen die Abgeordnete Rima Hassan erhobenen Vorwürfe „äußerst ernst“. Der israelische Außenminister Gideon Saar nannte den mutmaßlichen Vorfall „beschämend, empörend, aber leider nicht überraschend“.Bei Ausstellung zu 7. OktoberDer Vorfall ereignete sich Medienberichten zufolge gestern bei einer Ausstellung im EU-Parlament in Straßburg zum dritten Jahrestag des Angriffs der radikalislamischen Terrororganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober.„Die betroffene Person wurde dabei gesehen, wie sie mutmaßlich die Flagge Israels zu Boden warf, eine Fahnenstange fallen ließ und die Flagge der Europäischen Union umgestoßen wurde. Beide Flaggen blieben auf dem Boden liegen, bevor das Mitglied (des Parlaments, Anm.) den Ort verließ“, sagte Metsola.Hassan ist eine Abgeordnete palästinensischer Herkunft der Partei La France Insoumise (LFI). In einer Stellungnahme teilten ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit, beim Verlassen des Ausstellungsraums habe Hassan „die israelische Flagge aus ihrer Halterung entfernt“. Die Flagge der Europäischen Union sei dabei „versehentlich“ umgefallen.Protest gegen „derzeit andauernden Völkermord“Keine der beiden Flaggen sei „mit Füßen getreten oder beschädigt“ worden, heißt es in der Erklärung. Das Handeln habe den „derzeit andauernden Völkermord“ der israelischen Regierung anprangern sollen, sei jedoch „in keiner Weise“ gegen die Opfer der Anschläge vom 7. Oktober gerichtet gewesen.Die österreichischen Europaabgeordneten Reinhold Lopatka (ÖVP), Lukas Mandl (ÖVP), Andreas Schieder (SPÖ), Hannes Heide (SPÖ) und Helmut Brandstätter (NEOS) verurteilten den Vorfall ebenfalls und stellten sich gemeinsam gegen Antisemitismus und das Infragestellen des Existenzrechts Israels. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.