WKO gibt sich neue Regeln für Gehälter und Compliance

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06.10.2026 15.20Online seit heute, 15.20 UhrDie Wirtschaftskammer (WKO) erhält neue Compliance-Regeln sowie eine neue Berechnungsformel für Gehaltsanpassungen. Morgen soll das erweiterte Präsidium beides final absegnen, hieß es heute. Die Kammer setzt damit den Reformprozess fort, der mit dem Aufstieg von Martha Schultz (ÖVP) an die Kammerspitze vor knapp einem Jahr begann.Auslöser für den Rücktritt ihrer Vorgängers, Harald Mahrer, als WKO-Präsident war eine öffentliche Debatte über Gehaltserhöhungen für Kammermitarbeiter sowie Bezüge von Spitzenfunktionären. Im Frühsommer kam die Affäre um den mittlerweile ebenfalls zurückgetretenen Wiener Wirtschaftskammer-Präsidenten Walter Ruck dazu. Als Reaktion auf beide Causen kündigte Schultz Reformen an.Neuer Index für GehaltserhöhungenEine Änderung betrifft die jährlichen Gehaltserhöhungen von Beschäftigten der Kammer. Vor rund einem Jahr hatte eine geplante Erhöhung deutlich über der Inflationsrate für Debatten gesorgt – wohl auch, weil sie den Mitarbeitern jener Organisation zugute kommen sollte, die bei den Kollektivvertragsverhandlungen in anderen Branchen meist für Lohnzurückhaltung eintritt.Künftig sollen sich die jährlichen Lohnanpassungen in der WKO an der kollektivvertraglichen Lohnentwicklung orientieren, die der von rund 95 Prozent der österreichischen Beschäftigten entspreche.Neue Compliance-RegelnDie geplanten Compliance-Regeln sollen „einheitliche Standards, mehr Transparenz und nachvollziehbare Verantwortlichkeiten“ bringen. Das soll für „Auftragsvergaben über Repräsentation und Geschenke bis hin zu Nominierungen und Entsendungen“ gelten, hieß es in einer Presseaussendung.