19.08.2026 14.22Online seit heute, 14.22 UhrDie Handelsbranche hat im ersten Halbjahr 2026 inflationsbereinigt ein Umsatzminus von 0,7 Prozent verzeichnet. Nachdem der Handel 2025 mit plus 0,4 Prozent erstmals seit 2021 ein reales Wachstum verzeichnet hatte, stehen die Zeichen nun wieder schlechter.„Eigentlich zieht sich das jetzt durch seit 2019“, sagte der Handelsobmann der Wirtschaftskammer Österreich (WKO), Rainer Trefelik, gestern Abend bei einem Pressegespräch. Für das zweite Halbjahr laute die Devise: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“Jedoch seien „viele Indikatoren eher negativ, und es ist auch kein unmittelbarer Konjunkturaufschwung zu erwarten“, dämpfte Peter Voithofer vom Institut für Österreichs Wirtschaft (iföw) die Erwartungen. Selbst die Kfz-Wirtschaft, die als einziger Bereich ein reales Plus aufweist, verliere mit dem Plus von 3,4 Prozent an Dynamik, so Voithofer.Der stärkste Rückgang wurde im Großhandel verzeichnet. Das nominelle Umsatzplus von 1,7 Prozent ergibt unter Berücksichtigung der Inflation ein Minus von 1,9 Prozent.Im Einzelhandel schafften es die Umsätze in Höhe von 45,2 Mrd. Euro preisbereinigt nicht auf das Vorjahresniveau. Das reale Minus von 0,1 Prozent ist zwar nur knapp im negativen Bereich, im EU-Vergleich hinkt Österreich damit dennoch klar hinterher. Unter den 27 EU-Staaten rangiert der heimische Einzelhandel mit dieser Entwicklung im ersten Halbjahr 2026 auf Platz 25.