Verursacherprinzip radikal denken | WOZ - Die Wochenzeitung - Schweiz

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17. August 2026Angesichts von Rekordtemperaturen, Dürre und Waldbränden werden in Europa die Rufe nach konkreten Maßnahmen gegen den spürbarer werdenden Klimawandel lauter. In Tschechien wurde die Nationale Koalition gegen Dürre wieder einberufen und Premier Babiš kündigte 20 neue Staudämme an. Berlin diskutiert über einen Aktionsplan, der unter anderem Beschäftigte und Senioren besser gegen Hitze schützen soll.Alle Zitate öffnen/schließen Český rozhlas (CZ) / 15. August 2026Český rozhlasLand des MediumsTschechienSprache des MediumsTschechischArt des MediumsOnlineportalErscheinungsweisetäglichVerbreitungsgebietlandesweitOnline-BezahlmodellAlle Inhalte kostenfreiVon Bürgern zum Handeln gezwungenČeský rozhlas begrüßt die angekündigten Maßnahmen des tschechischen Premiers:„Der Ministerpräsident hat endlich bemerkt, dass Tschechien unter einer beispiellosen Dürre leidet. Und er sagt, er wolle die Krise lösen. Er will etwas dagegen unternehmen. Das sind gute Nachrichten. ... Das entsprechende Video von Babiš war eindeutig eine Reaktion auf Briefe von Menschen, die Angst vor Dürre und Hitze haben. Sie haben erkannt, dass wir uns in einer Klimakrise befinden. Gleichzeitig sehen sie, dass die mitregierende Autofahrerpartei den Klimawandel verharmlost und die Krise leugnet. Wenn der Brunnen versiegt und die Bäche ausgetrocknet sind, wird einem plötzlich klar, dass keine Zeit für Ideologie und Scherze ist. Es muss etwas geschehen.“Martin Fendrych  Zum Originalartikel WOZ - Die Wochenzeitung (CH) / 13. August 2026WOZ - Die WochenzeitungLand des MediumsSchweizSprache des MediumsDeutschArt des MediumsWochenzeitungErscheinungsweisewöchentlich am DonnerstagVerbreitungsgebietlandesweitPolitische AusrichtunglinksAuflage19.000 (2023)Visits< 500.000Herausgeber/VerlagGenossenschaft InfolinkOnline-BezahlmodellInhalte teilweise kostenpflichtigVerursacherprinzip radikal denkenWo die Hauptverantwortung liegt, ist für die WOZ klar:„Rund 180 staatliche und private Konzerne sind für etwa siebzig Prozent der Emissionen aus fossilen Brennstoffen und der Zementproduktion seit Beginn der Industrialisierung um 1750 verantwortlich. ... Eigentlich liegt es auf der Hand: Die Konzerne müssen endlich für die von ihnen verursachten Schäden haften. ... Ausserdem sollten die Konzerne für ihren weiteren Treibhausgasausstoss angemessene Kompensationen entrichten müssen, damit die künftigen Schäden gedeckt sind. Das würde ihr Geschäftsverhalten sofort radikal ändern, da sie, ganz gemäss dem Verursacherprinzip, die Kosten, die sie verursachen, selbst tragen müssten. ... Und obwohl das alles völlig logisch erscheint, wirkt es derzeit politisch kaum durchsetzbar, beinahe utopisch.“Daniel Stern  Zum Originalartikel Deutsche Welle (RO) / 14. August 2026Deutsche WelleLand des MediumsRumänienSprache des MediumsRumänischArt des MediumsOnlineportalErscheinungsweisetäglichVerbreitungsgebietlandesweitPolitische AusrichtungkonservativVisits1.000.000 - 5.000.000Herausgeber/VerlagBundesrepublik DeutschlandOnline-BezahlmodellAlle Inhalte kostenfreiZurück zur Kohle ist kein AuswegNach der Abschaltung des rumänischen Kernkraftwerks Cernavoda wegen niedrigen Pegelstands der Donau haben Sozialdemokraten (PSD) und die rechtspopulistische AUR-Partei Maßnahmen verabschiedet, mit denen der Abbau bestimmter Kohle-Kraftwerke hinausgezögert werden kann. Der Rumänische Dienst der Deutschen Welle warnt:„Die Rückkehr zur Kohle bringt nicht die von PSD und AUR beschworene Unabhängigkeit. Im Gegenteil, sie verschmutzt die Umwelt, was mit gesundheitlichen Risiken verbunden ist. ... Aus Kohle gewonnene Energie ist also weder billig noch patriotisch, wie die Souveränisten der beiden Parteien behaupten. Das Gesetz von PSD und AUR zur Rückkehr der Kohle erwähnt auch mit keiner Silbe die 2,14 Milliarden Euro, die Rumänien von der EU für den schrittweisen Ausstieg bekommt – die in der EU drittgrößte Zuweisung.“Sabina Fati  Zum Originalartikel The opinion (GR) / 10. August 2026The opinionLand des MediumsGriechenlandSprache des MediumsGriechischArt des MediumsOnlineportalErscheinungsweiseregelmäßig aktualisiertPrävention als lohnende Investition verstehenForstwissenschaftler und Umweltexperte Nikitas Mazis schreibt im Portal Opinion:„Griechenland kann das Klima nicht kontrollieren – wohl aber, wie es sich darauf vorbereitet. Prävention ist kein Kostenfaktor, sondern eine Investition – und zwar die effizienteste, die für den Schutz des natürlichen Kapitals des Landes zur Verfügung steht. Die gesammelten Erfahrungen zeigen ein wiederkehrendes Muster: Fälle, die in großen Katastrophen enden, sind nur selten auf einen einzelnen Fehler im Moment des Brandes zurückzuführen. Vielmehr sind sie das Ergebnis einer Kette von Entscheidungen – oder aufgeschobenen Entscheidungen –, die lange vorher begonnen haben. Der eigentliche Kampf zum Schutz der griechischen Wälder wird vor dem ersten Funken entschieden.“Nikitas Mazis  Zum Originalartikel La Stampa (IT) / 17. August 2026La StampaLand des MediumsItalienSprache des MediumsItalienischArt des MediumsTageszeitungErscheinungsweisetäglichVerbreitungsgebietlandesweitPolitische AusrichtungliberalAuflage110.000(2023)Herausgeber/VerlagGruppo Editoriale L’Espresso SpAOnline-BezahlmodellInhalte teilweise kostenpflichtigDas Konzept der Anpassung hat GrenzenLebewesen können sich anpassen, aber nicht, wenn sich Veränderungen zu schnell vollziehen, gibt der Geologe und Wissenschaftsjournalist Mario Tozzi in La Stampa zu bedenken:„An welches Szenario wollen wir uns anpassen? 2015 wurde in Paris beschlossen, dass ein Anstieg der globalen durchschnittlichen atmosphärischen Temperaturen um 1,5 Grad Celsius die nicht überschreitbare Grenze sei, also die Schwelle, jenseits derer Wissenschaftler davon abrieten zu gehen, weil damit die biologische Grenze der Ökosysteme überschritten würde. … Vor allem aber überschreiten wir diese physikalischen und biologischen Grenzen der Sapiens und der anderen Lebewesen so schnell, dass niemand in der Lage sein wird, sich anzupassen, nicht einmal diejenigen, die über außergewöhnliche Technologien verfügen.“Mario Tozzi  Zum Originalartikel