21. August 2026Europa durchläuft demografische und gesellschaftliche Entwicklungen, die für Diskussionsstoff sorgen. Der Anteil der Seniorinnen und Senioren an der Gesamtbevölkerung wächst, während der der Erwerbsfähigen sinkt: eine Herausforderung für die Rentensysteme. Die Geburtenraten fallen, die Option, durch Einwanderung einen Ausgleich für die Sozialsysteme zu schaffen, ist umstritten.Alle Zitate öffnen/schließen Neue Zürcher Zeitung (CH) / 12. August 2026Neue Zürcher ZeitungLand des MediumsSchweizSprache des MediumsDeutschArt des MediumsTageszeitungErscheinungsweiseMontag bis SamstagVerbreitungsgebietlandesweitPolitische Ausrichtungliberal-konservativAuflage88.000 (2023)Visits10.000.000 – 20.000.000Herausgeber/VerlagNeue Zürcher Zeitung AGOnline-BezahlmodellInhalte teilweise kostenpflichtigAltersvorsorge in SchieflageRentenreformen fordert die Neue Zürcher Zeitung:„Die eigene Rente finanziert sich diese [junge] Generation erst dann, wenn sie selbst Kinder grosszieht – was in viel zu geringem Masse passiert. ... Und weil diese Rechnung nicht aufgeht, muss der Staat mit immer mehr Steuergeldern die Defizite des Rentensystems stopfen. In Italien verschlingen die öffentlichen Ausgaben für die Altersrenten bereits 16 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung. Trotzdem wagt kaum eine Regierung, die finanzielle Schieflage des Rentensystems zu korrigieren, etwa durch eine Anbindung des Pensionsalters an die Lebenserwartung. Zudem wird zwar lauthals lamentiert, dass Europa international immer mehr an Wettbewerbsfähigkeit verliert. Dass die wegen der tiefen Geburtenrate viel zu teure Altersvorsorge ein wichtiger Grund dafür ist, bleibt aber ebenso ein politisches Tabu.“Albert Steck Zum Originalartikel To Vima (GR) / 20. August 2026To VimaLand des MediumsGriechenlandSprache des MediumsGriechischArt des MediumsOnlineportalErscheinungsweisewöchentlich am SonntagVerbreitungsgebietlandesweitPolitische AusrichtungliberalAuflage37.320 (April 2020)Visits1.000.000 - 5.000.000Herausgeber/VerlagAlter EgoOnline-BezahlmodellInhalte teilweise kostenpflichtigSkepsis gegenüber Migration ist kontraproduktivAndreas Panagopoulos, Chefredakteur von To Vima, analysiert:„Wenn ein Land seine Erwerbsbevölkerung nicht mehr ersetzen kann, gibt es drei grundlegende Lösungen: mehr Geburten (langfristig), mehr ältere Erwerbstätige (mittelfristig) und die Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt (kurzfristig). In der Praxis werden alle drei Maßnahmen erforderlich sein. Die EU prüft bereits Migration, eine stärkere Beteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt und Bildung als zentrale Instrumente. ... Doch hier ergibt sich ein enormes politisches Problem: Eine alternde Gesellschaft braucht Migranten, um ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig steht eine alternde Wählerschaft der Migration zunehmend skeptisch, wenn nicht sogar entschieden ablehnend gegenüber. Das ist eines der großen demografischen Paradoxe Europas.“Andreas Panagopoulos Zum Originalartikel Denník Postoj (SK) / 17. August 2026Denník PostojLand des MediumsSlowakeiSprache des MediumsSlowakischArt des MediumsOnlineportalErscheinungsweisetäglichVerbreitungsgebietlandesweitPolitische AusrichtungkonservativOnline-BezahlmodellAlle Inhalte kostenfreiJunge Leute zieht es in den WestenDenník Postoj zitiert Analysen, die Ostmitteleuropa betreffen:„Von den 19 Ländern zwischen Estland und Bulgarien haben nur drei 35 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs eine höhere Bevölkerungszahl als damals: Tschechien, die Slowakei und Montenegro. Im Gegensatz dazu hat eine ganze Reihe von Ländern mehr als ein Viertel ihrer Bevölkerung verloren. ... Das Durchschnittsalter in der Region lag 1990 bei lediglich 32 Jahren. Heute ist es genau zehn Jahre höher. So schnell holen wir zu den ältesten Bevölkerungen Westeuropas wie Italien oder Spanien auf. ... Der Zugang zum westeuropäischen Arbeitsmarkt und die Folgen des wirtschaftlichen Wandels der letzten drei Jahrzehnte führten zu einer einseitigen Abwanderung in den Westen. Ostmitteleuropa hat Millionen junger, produktiver Menschen an den Westen verloren.“Maciej Ruczaj Zum Originalartikel Portfolio (HU) / 20. August 2026PortfolioLand des MediumsUngarnSprache des MediumsUngarischArt des MediumsOnlineportalErscheinungsweiseregelmäßig aktualisiertVerbreitungsgebietlandesweitVisits1.000.000 - 5.000.000Herausgeber/VerlagNET Média Zrt.Online-BezahlmodellInhalte teilweise kostenpflichtigOrbáns Familienpolitik ist an Grenzen gestoßenDie Steuervergünstigungen und Familienbeihilfen der Orbán-Regierungen haben keine Trendwende für Ungarns Bevölkerungsstatistik gebracht, beobachtet Portfolio:„Die ungünstigen Trends deuten darauf hin, dass die intensiven familienpolitischen Maßnahmen der vergangenen Jahre an ihre Grenzen gestoßen sind und allein nicht in der Lage waren, jene strukturellen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Faktoren auszugleichen, wie beispielsweise die unsichere Zukunftsperspektive, Wohnungsnot oder die Probleme bei der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, die die Entscheidungen zur Familiengründung in Ungarn maßgeblich beeinflussen.“Szandra Kramarics Zum Originalartikel Válasz Online (HU) / 20. August 2026Válasz OnlineLand des MediumsUngarnSprache des MediumsUngarischArt des MediumsOnlineportalErscheinungsweisetäglichVerbreitungsgebietlandesweitPolitische AusrichtungkonservativHerausgeber/VerlagVálasz Online Kiadó Kft.Online-BezahlmodellAlle Inhalte kostenfreiHund statt Kind?Einen statistischen Deep Dive besonderer Art bietet Válasz Online:„Die sprunghafte Zunahme der Zahl der Hunde geht einher mit einem Rückgang der Geburtenraten und einem Anstieg des Anteils kinderloser Menschen. ... Ob Menschen den Hund anstelle des Kindes wählen – ob dies also ein Grund für den Rückgang der Geburtenrate ist –, bleibt unbeantwortet. Der Forschung zufolge ist die als Kinderersatz genutzte Hundehaltung keine Alternative zur menschlichen Reproduktion: die Tierhaltung und die Mutterschaft schließen sich im Lebensstil der europäischen Mittelschicht nicht aus, sondern überkreuzen sich. Die zunehmende Verbreitung dieses Phänomens beruht jedoch auf schwerwiegenden Ursachen wie beispielsweise der Vereinsamung – ein Problem, das auch auf gesellschaftlicher Ebene ernst genommen werden sollte.“Anita Élő Zum Originalartikel