21.08.2026 09.06Online seit heute, 9.06 UhrDas koalitionsinterne Ringen um eine Einigung bei den Dürrehilfen für die heimische Landwirtschaft in Verbindung mit einem Klimaschutzgesetz sorgt weiterhin für Unruhe.Georg Knill, Präsident der Industriellenvereinigung (IV), sagte heute im Ö1-Morgenjournal, es sei „verstörend“, Agrarhilfen mit dem Gesetz zu koppeln. Er wehre sich zudem gegen eine Übererfüllung („Gold Plating“) von EU-Vorgaben beim Klimaschutz, denn dann würde „Tür und Tor geöffnet für Klimafreaks“.Es bringe dem Klima nichts, „hier Musterschüler zu sein“, so Knill weiter. Die Industrie habe zudem ihre Hausaufgaben gemacht, aber es brauche eben Zeit bis zur vollständigen Erfüllung aller Vorgaben. Ein Alleingang in Österreich bringe dem Klima nichts, schade aber dem Wirtschaftsstandort. Ein zusätzlicher Zeithorizont von zehn Jahren würde der Industrie „massiv helfen“.Im Regierungsprogramm der ÖVP/SPÖ/NEOS-Koalition wurde das Ziel einer Klimaneutralität im Jahr 2040 festgeschrieben, Wirtschaftsvertreter und -vertreterinnen sehen das allerdings als zu ambitioniert und standortschädlich an.Die Debatte über Hilfen nach den Dürreschäden des heurigen Sommers und das seit Langem ausständige Klimaschutzgesetz belastet zurzeit die Regierung. Auch gestern blieben koalitionsinterne Verhandlungen ergebnislos, heute soll weiter sondiert werden.