Inklusive Bildung: Rufe nach Umsetzung

Wait 5 sec.

17.08.2026 12.52Online seit heute, 12.52 UhrDer Behindertenrat und der Gewerkschaftsbund ÖGB drängen auf Umsetzung der Reformvorhaben im Bereich der inklusiven Bildung. Der Behindertenrat erklärte heute, es sei erfreulich, dass es seit der Kritik des Behindertenrates und weiterer Organisationen im Frühjahr „Schritte in die richtige Richtung“ gegeben habe, es würden nun „inhaltliche Eckpfeiler“ stehen. Die Arbeit in den Arbeitsgruppen sei in die richtige Richtung gegangen, hieß es auf Nachfrage.Es müsse jedoch die Zielrichtung der Reform „nochmals klargestellt werden“, hieß es seitens des Behindertenrates, der als gesetzlich verankerte Interessenvertretung der 1,4 Millionen Menschen mit Behinderungen in Österreich fungiert. Zentral sei demnach die Stärkung des gleichberechtigten Zugangs zum allgemeinen Bildungssystem sowie der schrittweise Abbau segregierender (trennender, Anm.) Strukturen wie etwa Sonderschulen.Auch der ÖGB schloss sich den Forderungen am Montag an. Inklusion müsse bereits im Kindergarten und in der Schule „selbstverständlich gelebt werden“, hieß es in einer Aussendung. „Solange bestimmte Schulen und Ausbildungswege für Menschen mit Behinderungen faktisch nicht offenstehen, kann von echter Chancengleichheit keine Rede sein“.Bereits Anfang Mai hatte der Behindertenrat in einem offenen Brief an Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) Mängel bei der Reform der inklusiven Bildung kritisiert. Der Rat verwies damals auf die zur Umsetzung auch der Maßnahmen aus dem Regierungsprogramm Anfang April 2026 eingerichteten Arbeitsgruppen zur Reform der inklusiven Bildung.