Viele Jahre Straflager für russischen Kriegsgegner Schlosberg

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17.08.2026 15.50Online seit heute, 15.50 UhrEin russisches Gericht hat heute den prominenten russischen Kriegsgegner und Oppositionellen Lew Schlosberg in einem umstrittenen Verfahren zu elf Jahren und einem Monat Haft im Straflager verurteilt.Richterin Viktoria Maljamowa befand den Vizechef der liberalen Oppositionspartei Jabloko unter anderem der Verunglimpfung der russischen Streitkräfte für schuldig.Maljamowa blieb damit leicht hinter dem Strafantrag der Staatsanwaltschaft, die am Freitag auf zwölf Jahre und einen Monat plädiert hatte. Der 63 Jahre alte Politiker wird das Urteil anfechten, wie Schlosbergs liberale Partei Jabloko mitteilte.Russische Sicherheitskräfte haben indes in Moskau Dutzende Unterstützer der Antikriegspartei Jabloko in Gewahrsam genommen. Vor dem Obersten Gerichtshof wird auch über den Ausschluss der liberalen Oppositionspartei von der Parlamentswahl verhandelt.Dort seien nicht weniger als 35 Menschen abgeführt worden, teilte Jabloko-Chef Nikolai Rybakow in der Berufungsverhandlung mit. Die Partei veröffentlichte auch Videos von Festnahmen. Medien berichteten, dass die Polizei weder Jabloko-Unterstützer noch Journalisten in die Nähe des Gerichts ließ.Rybakow forderte vor Gericht die Freilassung der Menschen und ein Ende der Einschüchterungsversuche durch die Polizei. Er verlangte, dass das oberste Gericht unter dem Vorsitzenden Wladimir Saizew die von der Wahlkommission zunächst erteilte Zulassung von Jabloko zur Abstimmung von 18. bis 20. September wieder in Kraft setzt.