18.08.2026 06.59Online seit heute, 6.59 UhrBei Asyl-Erstanträgen in Österreich ist laut Innenministerium ein Zehn-Jahres-Tief verzeichnet worden. Im Juli 2026 wurden 244 Anträge registriert, wie das Innenministerium heute mitteilt.Im Vergleichsmonat des Vorjahres waren es noch 697, rund 65 Prozent mehr. Seit Jahresbeginn mussten zudem mehr Personen ausreisen als Erstanträge registriert wurden, so das Ministerium in einer Aussendung.Insgesamt wurden – wenn auch die Folgeanträge mitgezählt werden – im Juli 840 Asylanträge gestellt. Die meisten stammten von Syrerinnen und Syrern, nämlich 267, wobei davon der Großteil in Österreich geborene Kinder betraf. Von Jänner bis Juli waren es insgesamt 5.743 Anträge. Das sind ebenfalls weniger als im Vorjahr, als es in diesen Monaten noch 10.442 gewesen waren.Weniger Aufgriffe und FamiliennachzugAuswirkungen zeigt der vorübergehende Stopp des Familiennachzuges: In diesem Zusammenhang gab es heuer bisher 60 Einreisen, und zwar nur für absolute Härtefälle, wie es hieß. 2025 war der Vergleichswert noch bei 853 gelegen.Im Innenministerium verweist man auch auf eine stark rückläufige Zahl der Aufgriffe. Wurden im Zeitraum von Jänner bis Mitte August 2023 noch knapp 16.000 Fremde im Burgenland angehalten, waren es heuer in dieser Zeit nur 339 Personen.Bis Ende Juli mussten zudem 8.856 Personen Österreich verlassen, 4.615 davon zwangsweise und 4.241 eigenständig. Rund 48 Prozent der Abgeschobenen waren in Österreich strafrechtlich verurteilt. Bis Ende Juli wurden außerdem 392 Dublin-Überstellungen in europäische Länder durchgeführt.Rund 2.000 Syrerinnen und Syrer verließen ÖsterreichSeit dem Sturz des Assad-Regimes hätten rund 2.000 syrische Staatsangehörige Österreich verlassen. Keine Chance auf Asyl hatten im Juli Antragstellerinnen und Antragsteller aus Indien und Tunesien. Für solche Länder setze man weiter auf Schnell- und Eilverfahren, heißt es in der Aussendung. Bis Ende Juli wurden laut Ministerium 294 negative Entscheidungen innerhalb von 28 Tagen beziehungsweise in der ersten Instanz sogar binnen 72 Stunden getroffen.Aktuell befinden sich 43.300 Menschen in Grundversorgung, davon lediglich rund 5.300 Asylwerberinnen und Asylwerber. Das ist laut Innenressort der niedrigste Wert seit über 20 Jahren. Der Großteil der Menschen in der Grundversorgung – nämlich rund 25.800 – sind Kriegsvertriebene aus der Ukraine. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.