16.08.2026 14.58Online seit heute, 14.58 UhrNach Angriffen mit elf Toten im Süden des Libanon hat die israelische Armee bekräftigt, weitere Attacken gegen die mit dem Iran verbündete Terrororganisation Hisbollah ausführen zu wollen, falls diese Israelis gefährdet.„Keine Rechnung wird offen bleiben“, erklärte Verteidigungsminister Israel Katz heute im Onlinedienst X. Bei den Attacken gestern wurden nach israelischen Angaben zwei Hisbollah-Kommandeure getötet, es starben aber auch Frauen und Kinder.Israel: Reaktion auf DrohneneinsatzNach israelischer Darstellung waren die Angriffe eine Reaktion auf den Einsatz von mit Sprengstoff bestückten Drohnen in der sogenannten Sicherheitszone im Süden des Libanon durch die Hisbollah. Bei den Attacken waren demnach drei israelische Soldaten schwer verletzt worden, unter ihnen ein Offizier. Die von der israelischen Armee kontrollierte „Sicherheitszone“ reicht etwa zehn Kilometer in den Libanon.Einer der beiden getöteten Hisbollah-Kommandeure war israelischen Angaben zufolge Abu Hassan Alaa, ein Mitglied der Badr-Einheit. Er sei an dem Einsatz der Drohnen beteiligt gewesen, durch die die israelischen Soldaten verletzt wurden. Bei dem zweiten Ziel habe es sich um Ali Samir al-Haj Hassan gehandelt, ein Mitglied der Eliteeinheit Radwan.Libanon: Familie getötetNach Angaben des libanesischen Gesundheitsministerium wurden bei einem Angriff auf ein Wohnhaus in der Ortschaft Ansar sieben Menschen getötet, unter ihnen drei Kinder und zwei Frauen. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP sah in Ansar ein zerstörtes Haus. Der libanesische Präsident Joseph Aoun erklärte, bei dem Angriff sei eine „ganze Familie“ ausgelöscht worden. Ministerpräsident Nawaf Salam sagte, Israel müsse die „gefährliche Eskalation“ beenden.Daraufhin erklärte die israelische Armee, erst in Nachhinein erfahren zu haben, dass die Familie Hassans bei der Attacke in Ansar mit ihm im Haus gewesen sei. Die anderen Familienmitglieder seien nicht das Ziel gewesen. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu warf der Hisbollah vor, Zivilisten bewusst Gefahren auszusetzen. Die Hisbollah wies den Vorwurf zurück und erklärte ihrerseits, eine Familie sei auf Netanyahus Befehl „ausgelöscht“ worden. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.