Hallo zusammen, Durch ein paar glückliche Umstände, bin ich (M45, verh. 2Kinder) jetzt in der Situation mich ernsthaft mit dem Gedanken des „Retirement Early“ befassen zu dürfen. Da ich mich mental erschöpft fühle, will ich das auch dringend, wenn ich in mich reinhorche. Wir haben eine Immobilie, die wir selbst bewohnen und aktuell 900.000 € im Depot. Mein Arbeitgeber bietet mir nun die Möglichkeit für etwa netto gute 200.000 € Abfindung den Arbeitsplatz aufzugeben. Meine Frau wird vorerst weiterarbeiten. Je nachdem wie aggressiv ich meine Entnahmestrategie fahre (ich ziele dabei auf das Vanguard Dynamic Spending ab) brauche ich ggf. garnicht wieder zu arbeiten beginnen und wir könnten als Family maßvoll und sparsam vom Depot dauerhaft leben. So, jetzt kommt die Frage: wir wohnen im konservativen Schwabenland und ich gehöre nicht zu den Menschen, denen es egal ist, was andere Denken. Wie kommuniziert man das um eine Neiddebatte oder komische Kommentare zu vermeiden? Das, was ich unter einem echten Privatier verstehe, bin ich nicht, sondern ich muss dann sehr wohl auf mein Geld aufpassen und kann mir eben keine großen Sprünge leisten und will das auch gar nicht. Aber wie geht man dabei mit den lieben Nachbarn und Bekannten um und was sagt man, wenn nachgefragt wird, was man eigentlich beruflich jetzt macht? „Notlüge“: Freelancer aus Homeoffice? „Trader“: Ich verdiene mein Geld an der Börse (wenigstens Halbwahr) “Flucht nach vorne“: Burnout sowie endlich Zeit für die Kinder, eben weil es jetzt geht? Habt ihr damit Erfahrung und könnt mir Tipps geben? „Ich lebe von meinem Ersparten“ klingt so dekadent und als Privatier sehe ich mich nicht und so tiefe Taschen haben wir ja dann auch garnicht. Viele Grüße und danke Euch!   submitted by   /u/SchwAbendland   to   r/Finanzen [link]   [comments]