Microsoft hat einen umfassenden Umbau seiner Xbox-Sparte angekündigt. In einem heute veröffentlichten Beitrag im offiziellen Xbox-Blog beschreibt die neue Führungsspitze den größten Einschnitt in der Geschichte der Gaming-Marke. Insgesamt sollen im laufenden Geschäftsjahr rund 3.200 Stellen wegfallen. Davon entfallen etwa 1.600 auf den heutigen Schritt. Zusätzlich sollen vier Studios unter neue Eigentümer wechseln.Nach Angaben des Unternehmens bleibt die Entwicklung aller bereits angekündigten Spiele von den Maßnahmen unberührt. Gleichzeitig trennt sich Microsoft jedoch von Teilen seines Studio-Netzwerks. Compulsion Games und Double Fine sollen wieder unabhängig arbeiten. Für Ninja Theory und Undead Labs sucht Microsoft neue Eigentümer, die unter anderem die Fertigstellung von Senua und State of Decay 3 finanzieren sollen. Für Arkane werden derzeit verschiedene Zukunftsoptionen geprüft.Der Umbau knüpft an Aussagen an, die Microsoft bereits Anfang Juni intern getroffen hatte. Damals sprach das Unternehmen von sinkenden Margen, steigenden Hardwarekosten und einer über Jahre gewachsenen Organisationsstruktur. Nun folgen konkrete Konsequenzen.Weniger Hierarchie und neue Strategie für HardwareNeben den personellen Einschnitten will Microsoft die Xbox-Organisation deutlich vereinfachen. Statt bisher teilweise 14 Führungsebenen sollen künftig höchstens fünf Ebenen bestehen. Gleichzeitig wird mit Helen Chiang erstmals eine Chief Operating Officer eingesetzt, die künftig Inhalte, Hardware, Plattform und Dienste gemeinsam verantwortet.Als Grund für den Kurswechsel nennt Microsoft unter anderem die wirtschaftliche Entwicklung. Trotz Investitionen in den Xbox Game Pass, Übernahmen zahlreicher Studios und einer stärkeren Multiplattformstrategie sei das Wachstum hinter den Erwartungen geblieben. Hinzu komme die anhaltende Krise bei Speicherbausteinen und anderen Hardwarekomponenten, die kürzlich auch zu Preiserhöhungen bei Apple führte.Preiserhöhungen zum 1. AugustBereits zum 1. August steigen deshalb weltweit die Preise für Xbox-Konsolen deutlich. Modelle mit 512 Gigabyte Speicher werden um 100 US-Dollar teurer. Varianten mit einem Terabyte steigen um 150 US-Dollar. Gleichzeitig stellt Microsoft das Zwei-Terabyte-Modell ein und will stattdessen Ratenzahlungen, generalüberholte Geräte und Gebrauchtprogramme ausbauen.Preiserhöhung ab 1. August 2026Xbox-Modelle mit 512 GB: 100 US-Dollar teurerXbox-Modelle mit 1 TB: 150 US-Dollar teurerXbox-Modell mit 2 TB wird eingestelltDie jüngsten Entscheidungen passen zu der Entwicklung der vergangenen Monate. Microsoft hatte bereits den Xbox Game Pass vollständig in die Xbox-App integriert und später auch Xbox Remote Play aus der App in den Browser verlagert.Parallel verdichten sich Hinweise auf eine stärker digital ausgerichtete Zukunft, nicht nur bei Sony. Erst vergangene Woche berichteten wir über interne Tests einer Disc-to-Digital-Funktion für Xbox-Spiele.The post Xbox baut radikal um: Stellenabbau, Studioverkäufe, Preiserhöhungen first appeared on ifun.de.