Aktion gegen Menschenhandel: Mehr als 1.000 Festnahmen

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06.07.2026 17.41Online seit heute, 17.41 UhrMit der Festnahme von 1.024 Verdächtigen und der Identifikation von 2.070 potenziellen Opfern ist eine großangelegte Aktion gegen Menschenhandel im Juni zu Ende gegangen, wie es heute in einer Aussendung des Bundeskriminalamtes hieß.Bei der von Österreich und Rumänien geleiteten Operation EMPACT Joint Action Days Global Chain waren die Behörden in 59 Ländern unterwegs, die potenziellen Opfer stammen aus 45 Ländern. In Österreich wurden 17 Opfer identifiziert, acht Verdächtige festgenommen und zwei weitere ausgeforscht.Alle Staaten der EU teilgenommenDabei gingen die Behörden vor allem gegen Menschenhändler zum Zweck der sexuellen Ausbeutung, der Ausbeutung durch Bettelei sowie der Ausbeutung zur Begehung strafbarer Handlungen vor. Auch identifizierten die heimischen Ermittelnden sechs Onlineplattformen mit Verdacht auf menschenhandelsrelevante Aktivitäten.Teilnehmerländer waren alle Staaten der EU, dazu Länder aus Lateinamerika, Asien und Afrika, darunter insbesondere Nigeria. „Die gemeinsame Leitung dieser internationalen Schwerpunktaktion durch Österreich und Rumänien unterstreicht die bedeutende Rolle des Bundeskriminalamtes in der europäischen Bekämpfung des Menschenhandels“, sagte BK-Direktor Andreas Holzer.Opfer aus Lateinamerika bis AsienDie Mehrheit der von den anderen Staaten identifizierten Opfer kam laut dpa aus Staaten wie Argentinien, Kolumbien, Venezuela sowie der Republik Moldau und Nepal. Viele seien über Grenzen hinweg verschleppt worden, nachdem sie getäuscht, genötigt oder aufgrund ihrer prekären Lage ins Visier genommen worden waren, teilte Interpol mit.Menschenhandel sei nach wie vor eine der lukrativsten und weltweit am weitesten verbreiteten Formen der organisierten Kriminalität, erklärte Interpol. Jedes Jahr würden damit illegale Milliardenumsätze erzielt, während die Opfer mit schweren und dauerhaften Folgen zu kämpfen hätten. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.