06.07.2026 17.29Online seit heute, 17.29 UhrBesitzerinnen und Besitzer von Kraftfahrzeugen müssen künftig seltener zur „Pickerl“-Kontrolle. Der Nationalrat hat heute gegen die Stimmen der Grünen eine deutliche Ausdehnung der Prüfintervalle beschlossen. Erstmals nach der Zulassung muss man sich nunmehr nach vier statt wie bisher nach drei Jahren um ein neues „Pickerl“ bemühen.Für das „Pickerl“ galt bisher, dass man erstmals nach der Zulassung nach drei Jahren zur Überprüfung muss, dann wieder nach zwei Jahren und danach jährlich. Nun werden die Intervalle ausgedehnt auf 4:2:2:1. Somit muss man erst nach acht Jahren jährlich prüfen lassen statt wie aktuell nach fünf.Skeptisch sah die Neuregelung die Grünen-Abgeordnete Elisabeth Götze. Sie befürchtet, dass durch die längeren Intervalle sicherheitsrelevante Mängel zu spät erkannt würden. Schließlich weise nach drei Jahren fast ein Fünftel der Fahrzeuge schwere Mängel auf.Infrastrukturminister Peter Hanke (SPÖ) sieht hingegen eine Entlastung der Bürgerinnen und Bürger, ohne Abstriche bei der Verkehrssicherheit zu machen. Hunderttausende Menschen würden entlastet, freute sich NEOS-Mandatar Janos Juvan. Für den freiheitlichen Abgeordneten Christofer Ranzmaier stellt sich nur die Frage, warum man solch eine Novelle nicht früher umgesetzt habe.