Microsoft streicht Tausende Jobs

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06.07.2026 16.30Online seit heute, 16.30 UhrMicrosoft nutzt Produktivitätssteigerungen durch den verstärkten Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) für einen weiteren Stellenabbau. Der Softwarekonzern kündigte heute die Streichung von 4.800 Jobs an. Das entspricht rund zwei Prozent der Belegschaft.Zuvor hatte das Unternehmen 9.000 Beschäftigten Abfindungen angeboten. Beim Karrierenetzwerk LinkedIn sollen einige hundert Stellen wegfallen.Vor allem Cloud-Anbieter wie Microsoft, Google und Amazon Web Services (AWS) stehen wegen der steigenden Kosten für den Aufbau neuer Rechenzentren unter Sparzwang. Allein Microsoft will im laufenden Jahr 190 Milliarden Dollar (rund 166,48 Mrd. Euro) in KI-Infrastruktur investieren.Großer Teil in VideospielsparteGleichzeitig treibt der Bauboom bei Rechenzentren die Preise für Computerchips in die Höhe. Das dämpft Microsofts Videospielgeschäft. Der Konzern will daher allein bei der Videospielsparte Xbox rund 3.200 Arbeitsplätze streichen.„Unser Geschäft ist heute nicht gesund“, schrieb Xbox-Chefin Asha Sharma in einer E-Mail an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. So durchlaufe manche Arbeit 14 Managementebenen, und die komplexe Organisation bremse Entscheidungen. Nach dem „Reset“ solle es künftig nur noch drei bis fünf Managementstufen geben.Im ersten Schritt werden sofort zunächst 1.600 Stellen abgebaut, die restlichen sollen binnen zwölf Monaten gestrichen werden. Es sei „der bedeutendste Umbau der Xbox-Geschichte“, schrieb Sharma.Eine Milliarde Nutzer täglich als ZielZudem verlassen vier Spieleentwicklerstudios den Konzern. Sharma verwies unter anderem darauf, dass die Spielerzahl und die Zeit, die sie mit Gaming auf der Xbox-Plattform verbringen, in den vergangenen Jahren gesunken seien.Microsoft hatte bereits nach der rund 69 Milliarden Dollar schweren Übernahme des Videospielkonzerns Activision Blizzard Ende 2023 Tausende Jobs gekürzt. Sharma schrieb zugleich, sie strebe mit dem Umbau ein zukünftiges Wachstum für das Xbox-Geschäft an und wolle, dass das Unternehmen mit der Zeit auf mehr als eine Milliarde Nutzer und Nutzerinnen täglich komme. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.