Kurz notiert: Tidal positioniert sich zum Thema KI-generierte Musik

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Tidal zieht die Zügel bei künstlich erzeugter Musik an. Mit einer neuen Richtlinie reagiert der Streamingdienst auf die zunehmende Flut KI-generierter Tracks – und macht dabei unmissverständlich klar, wer künftig leer ausgeht.Keine Auszahlung mehr für reine KI-WerkePer Mail an seine Abonnenten hat Tidal die neue Marschrichtung verkündet: Tantiemen aus dem Streaming sollen ab sofort ausschließlich Werken vorbehalten bleiben, die von Menschen geschrieben, eingespielt und interpretiert wurden. Stuft der Dienst einen Titel als vollständig KI-generiert ein, bleibt die Vergütung komplett aus – das betrifft sowohl klassische Streaming-Einnahmen als auch den Direktverkauf an Fans. Tony Gervino, Chefredakteur und Executive Vice President bei Tidal, begründet den Schritt mit dem Anliegen, die Musikbranche vor einer schleichenden Verdrängung durch künstliche Intelligenz zu schützen. Gleichzeitig betont das Unternehmen, dass das Thema damit nicht abgeschlossen ist: Für Musik auf Basis fair lizenzierter KI-Modelle könnten künftig andere Regeln gelten.Schärferes Vorgehen gegen MissbrauchNeben der Vergütungsfrage geht Tidal auch gegen missbräuchliche Inhalte vor. Titel, die Hörer täuschen oder bekannte Künstler imitieren sollen, werden künftig automatisiert erkannt und entfernt – ebenso Songs, die durch massenhafte Uploads aus derselben Quelle oder auffällige Streaming-Muster auffallen. Komplett verboten ist KI-Musik damit aber nicht: Wer mit entsprechenden Tools arbeitet, darf das weiterhin, solange die Inhalte transparent gekennzeichnet sind und den Plattformregeln entsprechen.Sichtbare Kennzeichnung ab Mitte JuliAb dem 15. Juli 2026 markiert Tidal entsprechende Songs direkt in der App mit einem „AI“-Symbol. Zunächst betrifft das ausschließlich zu 100 Prozent KI-generierte Musik; eine Ausweitung auf überwiegend KI-erzeugte Werke soll folgen, sobald die Erkennungstechnologie zuverlässiger arbeitet. Zusätzlich müssen Anbieter von Musikinhalten KI-Titel künftig schon vor dem Upload entsprechend kennzeichnen.Der Beitrag Kurz notiert: Tidal positioniert sich zum Thema KI-generierte Musik erschien zuerst auf Apfelpage.