29.09.2026 12.14Online seit heute, 12.14 UhrEuropaministerin Claudia Bauer (ÖVP) hat heute die Außen- und Europaministerinnen und -minister der sechs Westbalkan-Staaten Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien sowie hochrangige Regierungsvertreter von Tschechien und der Slowakei in Wien empfangen.Bauer will mit der Westbalkan-Konferenz ein klares politisches Signal setzen, wie sie sagte: „Wir müssen die Westbalkan-Staaten endlich aus dem Wartezimmer holen.“Die Einladung ins Bundeskanzleramt erfolgte im Rahmen des österreichischen Vorsitzes in der Slavkov-Gruppe (Österreich, Tschechien, Slowakei). Mit dabei sind unter anderem die Europaministerin von Montenegro, Majda Gorcevic, der serbische Europaminister Nemanja Starovic, der albanische Außen- und Europaminister Ferit Hoxha, sein nordmazedonischer Amtskollege Bekim Sali sowie der kosovarische EU-Chefverhandler Jeton Zulfaj.Die sechs Westbalkan-Staaten haben seit dem Jahr 2003 eine EU-Beitrittsperspektive, doch verläuft die Annäherung aufgrund von Reformstau in den Kandidatenländern, nationalen Vetos und der Erweiterungsskepsis innerhalb der EU äußerst schleppend. In den nächsten Jahren scheint die Vollmitgliedschaft nur für Albanien und Montenegro in Reichweite.Der Zeitpunkt der Wiener Konferenz ist laut Bauer bewusst gewählt: EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos hat einen „Herbst der Erweiterung“ angekündigt.