Karner: Drei weitere Asylquartiere werden geschlossen

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29.09.2026 12.32Online seit heute, 12.32 UhrDie niedrigen Asylzahlen haben Auswirkungen auf die Betreuungseinrichtungen in der Grundversorgung. Wie Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) heute in einer Pressekonferenz bekanntgab, werden mit Finkenstein, Graz-Andritz und Bad Kreuzen drei weitere Einrichtungen geschlossen, was auch mit einem entsprechenden Personalabbau einhergeht.Damit gibt es künftig nur mehr fünf Einrichtungen des Bundes. Zuletzt war bekanntgeworden, dass das Asylquartier Ledenitzen in Kärnten mit 1. Oktober vorläufig schließt. Davor hatte die Asylunterkunft Bad Kreuzen in Oberösterreich eine Schließung angekündigt.Abschiebezentrum in Afrika nicht bestätigtNicht bestätigen wollte Karner, dass ein Abschiebezentrum in Afrika fix ist. Das hatte am Vortag der griechische Migrationsminister Thanos Plevris verkündet.Karner verwies hingegen auf die Verschwiegenheitsvereinbarung jener Staaten, die entsprechende Abschiebezentren außerhalb Europas etablieren wollen. Es seien auch noch mehrere Länder im Gespräch. Karner zeigte sich zuversichtlich, dass man 2027 starten werde können. Als mögliche Standorte wurden etwa Uganda und Ruanda genannt.Mitarbeiterabbau bei FlüchtlingsbetreuungIn Österreich ist unterdessen die Zahl der Asylwerber heuer weiter drastisch gesunken, was in den kommenden Jahren laut Budget Einsparungen von 250 Millionen erwarten lässt. Der Chef der Bundesbetreuungsagentur, Andreas Achrainer, betonte, dass man 2022 in der Höchstphase noch 1.400 Mitarbeiter gehabt habe. 2027 werde man mit 650 Vollzeitäquivalenten auskommen.Dass bei einer neuen Flüchtlingswelle zu wenig Kapazitäten zur Verfügung stünden, glaubt Achrainer nicht. Man habe bewiesen, dass man innerhalb von 14 Tagen wieder den Betrieb in Quartieren aufnehmen könne.Was man im Asylbereich einspart, will das Innenministerium mehr in die Sicherheit investieren. Als Schwerpunkte nannte Karner Investitionen etwa in moderne Schutzwesten und Hubschrauber sowie Maßnahmen im Bereich Terrorabwehr und Cybersicherheit. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.