Estland: Russland hinter Anschlag auf Rüstungshersteller

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29.09.2026 12.57Online seit heute, 12.57 UhrEin mutmaßlicher Brandanschlag auf einen Rüstungshersteller in Estland ist nach Erkenntnissen der Regierung in Tallinn in russischem Auftrag verübt worden. Dies teilte Regierungschef Kristen Michal heute unter Berufung auf Ermittlungsergebnisse der Sicherheitsbehörden des an Russland grenzenden baltischen EU- und NATO-Landes mit.Das estnische Außenministerium bestellte deshalb den Geschäftsträger der russischen Botschaft ein.Regierungschef: „Sabotageakt“„Wir können heute mit Gewissheit sagen, dass der Brandanschlag auf das Rüstungsunternehmen Milrem Robotics in der Nacht vom 14. auf den 15. August ein Sabotageakt war, der von den russischen Geheimdiensten angeordnet wurde“, sagte Michal. „Der estnische Inlandsgeheimdienst ist nach eingehender Auswertung der gesammelten Informationen zu diesem Schluss gekommen.“ Die mutmaßlichen Täter seien festgenommen worden.Russland wies die estnischen Vorwürfe zurück. Die Anschuldigungen seien unbegründet, unüberlegt und nicht ernst zu nehmen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Staatsagentur TASS zufolge.Milrem Robotics entwickelt unbemannte Militärsysteme, die seit 2022 auch in der Ukraine eingesetzt werden.Tallinn: „Inakzeptabel und unverantwortlich“An einem Gebäude des Unternehmens in Tallinn war Mitte August ein Brand ausgebrochen, der von den alarmierten Rettungskräften schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte. Die Behörden leiteten daraufhin Ermittlungen wegen eines vorsätzlichen Anschlags und einer möglichen russischen Beteiligung ein.„Solche Aktivitäten sind absolut inakzeptabel und unverantwortlich“, sagte Michal heute. Zugleich verdeutlichen sie nach seiner Einschätzung Moskaus wachsende Verzweiflung in einer Situation, in der Russland die Ziele seiner Aggression gegen die Ukraine nicht erreichen könne.Estland hat 1,2 Millionen Einwohner und Einwohnerinnen und grenzt im Osten an Russland. Dessen Krieg gegen die Ukraine wird in dem Baltenstaat als direkte Gefahr für die nationale Sicherheit gesehen. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.