02.10.2026 06.49Online seit heute, 6.49 UhrNoch nie seit Beginn des Hitzemortalitätsmonitorings im Jahr 2017 ist die geschätzte Zahl der mit Hitze in Zusammenhang stehenden Todesfälle in Österreich für die Monate Juni bis August so hoch gewesen wie heuer.Nach der aktuellen Auswertung der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) wird die Zahl der hitzebedingten Toten für den Zeitraum auf 995 geschätzt. Das 95-Prozent-Unsicherheitsintervall reicht von 625 bis 1.276 Todesfällen, so die AGES heute.Damit liegt die Schätzung für den Sommer 2026 deutlich über den bisherigen Höchstwerten. Für Juni bis August 2024 hatte die AGES 948 hitzebedingte Todesfälle geschätzt, für 2025 waren es 428. Die jährlichen Schätzungen für den Zeitraum Juni bis August lagen seit 2017 zwischen 324 (2020) und 948 Todesfällen (2024).Die Entwicklung fällt mit dem heißesten Sommer der 260-jährigen Messgeschichte zusammen. An mehr als 100 Messstationen der Geosphere Austria wurden neue Temperaturhöchstwerte verzeichnet.Erstmals seit Beginn der Messungen stieg die Temperatur über 41 Grad. Dabei wurde mit 41,2 Grad am 5. August 2026 in Bad Deutsch-Altenburg (Niederösterreich) ein neuer Spitzenwert bei der Zahl der Hitzetage erreicht, außerdem gab es drei Tage in Folge mit Temperaturen von mindestens 40 Grad.Die AGES weist darauf hin, dass es sich bei den Angaben um Schätzungen für den jeweils gesamten betrachteten Zeitraum handelt und nicht um eine fortlaufende Zählung von Todesfällen.