01.10.2026 08.29Online seit heute, 8.29 UhrDie heute in Kraft getretene Paketsteuer verteuert viele Onlinebestellungen. Versandhändler mit mehr als 100 Mio. Euro Umsatz in Österreich müssen die Steuer in Höhe von zwei Euro pro Paket oder Bestellung bezahlen. Inklusive Umsatzsteuer sind es 2,40 Euro.Das Finanzministerium geht von einem Paketsteueraufkommen von 280 Mio. Euro pro Jahr aus. Dies soll die Mehrwertsteuersenkung auf ausgewählte Grundnahrungsmittel ab 1. Juli zum Teil gegenfinanzieren.Branche lehnt Abgabe abDie betroffenen Unternehmen werden die Mehrkosten an die Kunden und Kundinnen weiterreichen. Die Handelsbranche lehnt die Paketabgabe ab und erwartet Umsatzrückgänge. Mehrere Händler wollen die Abgabe rechtlich bekämpfen.16 große Onlinehändler und Onlinemarktplätze, die Pakete an Endverbraucher verschicken, sind laut Handelsverband von der nationalen Paketsteuer betroffen. Zu den Unternehmen zählen die dominierenden Onlinehandelskonzerne Amazon, Temu und Zalando, aber auch Shop-Apotheke, Ebay.at/Ebay.de, Otto, Best Secret, AliExpress, Mediamarkt, Apple, Universal, Ikea, Shein, XXXLutz und Refurbed.Paketsteuer pro Bestellung oder pro PaketVersandhändler können sich entscheiden, ob sie die Steuer pro Paket oder pro Bestellung berechnen und abführen. Amazon und Otto Österreich berechnen die Paketsteuer pro Bestellung.Amazon verschickte heute eine Nachricht an seine Kunden, dass die Paketsteuer als eigene Position zu sehen sei, bevor die Bestellung abgeschlossen sei. Die Paketsteuer falle einmal pro Bestellung an, unabhängig davon, wie viele Artikel man bestelle oder in wie vielen Paketen die Bestellung ankomme.Bei Rücksendungen nach erfolgreicher Paketzustellung bleibt die Steuerpflicht bestehen. Otto Österreich und Zalando wollen bei vollständigen, zeitnahen Retouren den Kunden die Paketsteuer aber zurückerstatten, hieß es auf APA-Anfrage.