01.10.2026 09.28Online seit heute, 9.28 UhrDie Universitätenkonferenz (uniko) fordert die Regierung auf, „ihre Verantwortung für die Universitäten wahrzunehmen“. Bis 31. Oktober muss das Budget der Unis für 2028 bis 2030 feststehen, zuletzt waren Kürzungen im Gespräch.Uniko-Präsidentin Brigitte Hütter zeigte sich in einer Aussendung „sehr besorgt über die Nonchalance bis hin zur Fahrlässigkeit, mit der die technologische Wettbewerbsfähigkeit des Landes und die Ausbildung der nächsten Generationen behandelt werden“.Holzleitner wollte um „moderates Plus“ kämpfenNach Bekanntwerden der ersten Budgetpläne im Frühjahr gab es Proteste von Studierenden, Lehrenden und Rektoraten. Anschließend vertagte die Regierung die für die Budgetrede geplante Entscheidung über das Unibudget in den Herbst.Gleichzeitig kündigte Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) eine Regierungsklausur davor an und wollte um ein „moderates Plus“ kämpfen. Die Klausur hat bisher nicht stattgefunden, im Kanzleramt wollte man davon zuletzt nichts wissen und stellte nur „Sitzungsformate im kleinen Kreis mit den Parteispitzen“ in Aussicht, bei denen die Unis sicher auch einmal dabei sein würden.„Nichts auf dem Tisch“Über den Sommer habe es zwar „freundliche Gespräche und seitens der Wissenschaftsministerin immer wieder den Verweis auf den Herbst“ gegeben, so die uniko.Dem Ministerium liege ein von den Unis erarbeitetes Strukturreformpapier vor, „um einen bisher in der Zielsetzung unklaren Strategieprozess des Ministeriums zu unterstützen und konkret voranzubringen“, so Hütter. Inzwischen sei aber der September verstrichen, „und es liegt immer noch nichts auf dem Tisch“.