Nothing stockt sein Kopfhörer-Lineup auf. Nach dem Headphone (1) und dem preiswerteren Headphone (a) hat der Londoner Hersteller nun sein bislang ambitioniertestes Modell vorgestellt: Der Headphone (1) Pro soll sich mit einer ungewöhnlichen Treiber-Architektur und einem eigenen Modus für Studioanwendungen gegen die etablierte Konkurrenz behaupten.Ungewöhnliches TreiberkonzeptWährend die gängigen Mitbewerber in dieser Preisklasse – Sonys WH-1000XM6, Bose QuietComfort Headphones oder Apples AirPods Max 2 – jeweils auf eine einzelne Treibereinheit pro Seite setzen, geht Nothing einen anderen Weg. In jeder Ohrmuschel arbeiten drei separate Wandler zusammen: Ein 40 Millimeter großer dynamischer Treiber übernimmt die tiefen Frequenzen, ein zweiter kümmert sich um den Mittenbereich und Stimmen, und für die Höhen kommt ein xMEMS-Wandler mit einer Membran aus Silizium zum Einsatz.Treiberaufbau Nothing Headphone (1) ProLaut Nothing soll diese Aufteilung dafür sorgen, dass die einzelnen Frequenzbereiche sauberer voneinander getrennt wiedergegeben werden.Geräuschunterdrückung deutlich aufgewertetAuch beim ANC hat Nothing im Vergleich zum Vorgänger nachgelegt. Statt sechs Mikrofone kommen nun zehn zum Einsatz, die Dämpfung von Außengeräuschen beziffert der Hersteller mit bis zu 46 dB, gegenüber 42 dB beim Headphone (1). Die Intensität lässt sich automatisch an die Umgebung anpassen, dazu kommen ein Transparenzmodus und räumliche Audiowiedergabe mit Headtracking.Vielseitig bei Codecs – mit einer EinschränkungDrahtlos kommuniziert der Kopfhörer über Bluetooth 6.1 und beherrscht sowohl LDAC als auch Auracast. Wer über die Funkverbindung hochauflösend hören möchte, benötigt allerdings ein Nothing-Smartphone. Kabelgebunden geht mehr: Über USB-C nimmt der Headphone (1) Pro Audiosignale mit bis zu 24 Bit und 192 kHz entgegen, zusätzlich steht eine klassische 3,5-mm-Klinkenbuchse bereit. Als echtes Alleinstellungsmerkmal dürfte sich der physische Schiebeschalter an der Ohrmuschel erweisen. Er aktiviert einen Flat EQ, den Nothing gemeinsam mit den Londoner Metropolis Studios entwickelt hat. Dabei wird die klangliche Nachbearbeitung weitestgehend deaktiviert , gedacht für alle, die einen möglichst unverfälschten Höreindruck brauchen, etwa beim Abmischen oder Produzieren.Haptische Bedienung und üppiger AkkuBei den Bedienelementen bleibt sich Nothing treu und verzichtet auf Touch-Flächen. Die Lautstärke wird über ein Drehrad justiert, Wiedergabe und Titelsprung übernimmt ein Wippschalter. Eine weitere Taste lässt sich über die Nothing-X-App individuell konfigurieren, etwa als Auslöser für ChatGPT oder die Smartphone-Kamera. Beim Durchhaltevermögen nennt der Hersteller bis zu 68 Stunden ohne und bis zu 30 Stunden mit aktivem ANC. Wer es eilig hat: Bereits fünf Minuten am Kabel sollen genug Energie für vier Stunden Musikgenuss liefern. Das Gehäuse kombiniert Aluminium mit Akzenten aus Titan, wiegt 327 Gramm und trägt eine IP52-Zertifizierung gegen Staub und Spritzwasser.Preis und VerfügbarkeitDer Nothing Headphone (1) Pro ist ab sofort über die Webseite des Herstellers erhältlich und kostet 349 Euro. Damit positioniert sich Nothing preislich direkt neben den neuen Beats 360, die für 349,95 Euro in den Handel kommen, der Einsatzzzweck ist aber unterschiedlich.Der Beitrag Nothing Headphone (1) Pro: Over-Ear mit Drei-Treiber-Technik und Studio-Schalter ab sofort erhältlich erschien zuerst auf Apfelpage.