Nach Zwangsräumung: Spanierin darf zurück in Wohnung

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28.09.2026 23.13Online seit heute, 23.13 UhrNach der Zwangsräumung bei einer 87-Jährigen in Madrid, die landesweite Proteste in Spanien ausgelöst hatte, ist eine Einigung über die Rückkehr der Frau in ihre Wohnung erzielt worden. „Wenn diese Einigung, die wir erreicht haben, unterzeichnet wird“, werde das „für alle ein besseres und erfreulicheres Ergebnis sein“, sagte die Anwältin der Frau, Beatriz Duro, heute.Die 87-jährige Maricarmen Abascal war am Mittwoch auf einer Trage aus ihrer zwangsgeräumten Wohnung in Madrid geholt worden, nachdem ein Investor den Mietpreis nach Angaben des Mieterverbands um 275 Prozent auf 2.650 Euro erhöht hatte. Abascal hatte in der Wohnung 70 Jahre lang gelebt. Der Fall löste riesige Proteste in Spanien aus.Heute versammelten sich in Barcelona anlässlich eines Besuchs von Ministerpräsident Pedro Sanchez rund 2.000 Menschen und forderten wirksame Maßnahmen der Regierung. „Wir wollen kein Trostpflaster, sondern angemessenen Wohnraum“, sagte die Sprecherin der katalanischen Mietervereinigung, Carme Arcarazo.Sie verlangte einen Stopp für Mieterhöhungen, ein Verbot befristeter Mietverträge und Maßnahmen gegen Zwangsräumungen. Damit spielte sie auf ein Gesetzespaket an, das das Kabinett von Sánchez am Dienstag beschließen will. Die Regierung arbeite „mit Hochdruck“ an einem Maßnahmenpaket, hatte Sanchez dazu gesagt. Ihr fehlt allerdings eine Mehrheit im Parlament. Zuvor war ein ähnliches Gesetz im Parlament gescheitert.Auf dem zentralen Platz Puerta del Sol in Madrid harrten Protestierende am Montagabend vor Bekanntwerden der Einigung in einem Protestcamp aus. Am Samstag hatten Zehntausende Menschen in der spanischen Hauptstadt gegen die Wohnungsnot und hohe Mieten demonstriert. Anschließend errichteten Hunderte Menschen Zelte. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.