30.09.2026 12.33Online seit heute, 12.33 UhrDie geplante Zustellförderung für Medien sorgt für Streit innerhalb der Regierungskoalition. Ursprünglich wollte die Dreierkoalition heute im Ministerrat ein Medienpaket präsentieren, in den koalitionsinternen Verhandlungen gestern Abend gab es aber keinen Durchbruch.Dem Vernehmen nach beharrte die ÖVP erneut darauf, dass auch Gratismedien Zugang zu dem ab 2027 geplanten Fördertopf von 22,5 Mio. Euro erhalten sollen, SPÖ und NEOS lehnen das ab.Die geplante Zustellförderung soll Medienhäuser beim Vertrieb von Printabozeitungen auch in die entlegensten Täler unterstützen. Dass auch Gratismedien in die Förderung einbezogen werden, sei für SPÖ und NEOS eine rote Linie, hieß es aus Verhandlerkreisen. Die für heute geplante Einigung sei sich daher nicht ausgegangen.Es werde aber weiterverhandelt, betonte eine Sprecherin von Medienminister Andreas Babler (SPÖ) gegenüber der APA und bestätigte, dass das Paket mehrere Punkte aus dem Regierungsprogramm vorgesehen hätte. Auskunft zu Details gab sie mit Verweis auf die Verhandlungen nicht.Umsetzung der EU-Anti-SLAPP-RichtlinieDem Vernehmen nach hat sich darunter auch die Umsetzung der EU-Anti-SLAPP-Richtlinie in nationales Recht befunden. Expertinnen und Experten pochten bereits vor Monaten angesichts zahlreicher Einschüchterungsklagen auf eine rasche Umsetzung, die auch innerstaatliche Fälle berücksichtige.Da es nichts zu verkünden gab, wollten die beiden Parteien offenbar auch nicht wie üblich nach dem Ministerrat vor die Presse treten, weshalb Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) das Pressefoyer allein bestritt, um erneut die Spritpreisbremse zu bewerben.Maurer: Regierung lässt Medien im Stich„Während Österreichs Medien unter massivem wirtschaftlichem Druck stehen, lässt die Regierung sie weiter im Stich“, kritisierte Grünen-Mediensprecherin Sigrid Maurer in einer Aussendung. Statt eine tragfähige Lösung für die Zustellung zu schaffen, streite die Koalition weiter. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.