Softwarefehler: Zulassung neuer Boeing-Variante verzögert

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29.09.2026 08.37Online seit heute, 8.37 UhrEin neuer Softwarefehler bei der 737 Max von Boeing verzögert die Zulassung der größten Modellvariante des weit verbreiteten Flugzeugs weiter. Die US-Luftfahrtaufsicht FAA wolle über die Zertifizierung der 737 Max 10 erst nach einer Bewertung des neu bekanntgewordenen Problems entscheiden, sagte Behördenchef Bryan Bedford vor Journalistinnen und Journalisten, wie der Finanzdienst Bloomberg heute berichtete.Die bereits um Jahre verzögerte Zulassung der 737 Max 10 war früheren Medienberichten zufolge für die kommenden Wochen erwartet worden. Boeing hat für die Maschine mit bis zu 230 Sitzen mehr als 1.500 Bestellungen, sie ist damit sehr wichtig für den US-Konzern im Wettbewerb mit dem europäischen Konkurrenten Airbus.Probleme nach abgebrochenem LandeversuchBoeing zufolge kann das Problem bei einigen 737-Max-Maschinen dazu führen, dass nach einem abgebrochenen Landeversuch die automatisierte vertikale Navigation bei weiteren Anläufen zunächst nicht zur Verfügung steht. Stattdessen könnten die Piloten und Pilotinnen nur auf eine niedrigere Automatisierungsstufe zugreifen.Boeing betonte, dass Piloten ausgebildet seien, Maschinen auch ohne Automatisierung zu landen und das System mit einer Serie von Schritten wieder aktiviert werden könne. Man arbeite daran, das Problem mit einem Softwareupdate dauerhaft zu lösen. Bisher ist unklar, wie viele der mehr als 2.000 ausgelieferten 737-Max-Maschinen den Fehler aufweisen.Bericht: Fehler seit November 2024 bekanntDem „Wall Street Journal“ zufolge wurde Boeing erstmals im November 2024 von einem der Betreiber der 737 Max auf den Fehler hingewiesen. Es wurden keine weiteren Details genannt, um welche Fluglinie es sich handelte. Der Fehler gehe auf ein Softwareupdate zurück, schrieb die Zeitung.Die 737 Max ist der Modelltyp, der den Konzern in seine schwerste Krise brachte, mit deren Folgen Boeing noch immer zu kämpfen hat. Bei zwei tödlichen Abstürzen im Oktober 2018 und März 2019 waren 346 Menschen ums Leben gekommen. Zentraler Auslöser war eine Assistenzsoftware, die die Piloten unterstützen sollte, aber unter bestimmten Umständen zu stark in die Steuerung eingriff. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.