US-Höchstgericht erlaubt Hinrichtung von Frau in Tennessee

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01.10.2026 01.55Online seit heute, 1.55 UhrIn Tennessee darf die erste geplante Hinrichtung einer Frau seit mehr als 200 Jahren vollstreckt werden. Das Oberste US-Gericht gab im Fall Christa Pike einem Eilantrag der für die Gefängnisse zuständigen Behörde des Bundesstaates statt und setzte damit den von einem Berufungsgericht verhängten Vollstreckungsstopp außer Kraft. Zentraler Punkt war dabei die Würdigung von Traumata, die Pike als Kind erlitt. Diese waren von der Justiz erst nach dem Todesurteil anerkannt worden.Hinrichtung kurzfristig gestopptDie historische Hinrichtung war gestern kurz vor der Vollstreckung gestoppt worden. Die zum Tode verurteilte Pike habe Zweifel an der Rechtmäßigkeit des vorigen Verfahrens dargelegt, die nun geprüft werden müssten, entschied das Berufungsgericht. Dabei geht es nicht um die Tat an sich, sondern die Kindheitstraumata der Täterin. Die Verurteilte machte vor Gericht geltend, der Bundesstaat Tennessee habe sie Lügnerin abgetan und ihre Angaben zu erlittenem Missbrauch für fabriziert gehalten. Später habe der Bundesstaat den Missbrauch jedoch doch als solchen anerkannt.UNO-Experten forderten Stopp der HinrichtungMehrere Kampagnen haben versucht, den geplanten Vollzug am 30. September aufzuhalten. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International betonte, dass Pike während ihrer Kindheit Vergewaltigung, sexuelle und körperliche Gewalt sowie Misshandlung und Vernachlässigung erlitten hatte. Auch Experten der Vereinten Nationen forderten einen Stopp der Hinrichtung.