29.09.2026 21.03Online seit heute, 21.03 UhrNew Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani hat angesichts der hohen Zahl antisemitischer Übergriffe in der US-Metropole neue Gegenmaßnahmen angekündigt.„Die Zahlen sind eindeutig: Jüdische New Yorker machen nur zwölf Prozent der Stadtbevölkerung aus, sind aber Opfer von etwa der Hälfte aller gemeldeten Hassverbrechen“, schrieb er in einem heute (Ortszeit) vorgestellten Bericht.Im Jänner lag die Zahl antisemitischer Hassverbrechen nach Angaben der New Yorker Polizei um 182 Prozent höher als im Jänner des Vorjahres. Jüdinnen und Juden seien angegriffen worden, weil sie eine Kippa oder einen Davidstern trugen, hätten Beschimpfungen auf der Straße erlebt und seien mit Hakenkreuzschmierereien konfrontiert worden, hieß es in dem Bericht.Zu den angekündigten Maßnahmen gehört eine deutliche Aufstockung der Mittel für den Kampf gegen Hasskriminalität von drei auf 29 Millionen Dollar (rund 25,6 Mio. Euro)jährlich. Außerdem soll mehr Geld für den Schutz von Synagogen bereitgestellt und eine Arbeitsgruppe zur Sicherheitsinfrastruktur wiedereingesetzt werden. Geplant sind auch städtische Informationskampagnen gegen Antisemitismus.Der linksgerichtete Mamdani ist der erste muslimische Bürgermeister New Yorks. Er setzt sich seit Jahren für palästinensische Interessen ein und kritisiert Israel scharf. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu wirft Mamdani vor, Antisemitismus zu schüren.