29.09.2026 16.31Online seit heute, 16.31 UhrIn Spanien hat die Regierung ein Maßnahmenpaket zur Bekämpfung der Wohnungsnot beschlossen, das unter anderem ein Verbot von Delogierungen bis 2030 vorsieht. Zudem seien eine Verlängerung bestehender Mietverträge bis 2028 sowie Einschränkungen für Finanzinvestoren auf dem Wohnungsmarkt geplant, teilte Gesundheitsministerin Monica Garcia heute mit.„Es ist an der Zeit, in den spekulativen Wohnungsmarkt einzugreifen“, schrieb Garcia auf der Onlineplattform X. Zu den weiteren im Kabinett beschlossenen Maßnahmen gehören eine strengere Regulierung von Kurzzeitvermietungen, die automatische Verlängerung von Mietverträgen sowie eine Begrenzung von Mieterhöhungen.Katalanische Partei Junts signalisiert VorbehalteDie Minderheitsregierung aus den Sozialdemokraten (PSOE) von Ministerpräsident Pedro Sanchez und ihrem linken Koalitionspartner Sumar will die Vereinbarung per Dekret auf den Weg bringen.Die katalanische Unabhängigkeitspartei Junts, auf deren Stimmen die Regierung für eine Verabschiedung angewiesen ist, signalisierte aber weiterhin Vorbehalte. Sie fordert insbesondere Schutz für kleinere Vermieterinnen und Vermieter, die den Großteil des Wohnungseigentums im Land besitzen.Delogierung von 87-Jähriger löste Proteste ausHintergrund der Regierungsinitiative war die Delogierung einer 87-jährigen Frau aus ihrer Wohnung vergangene Woche, die landesweit Proteste auslöste. Hunderte Menschen campieren nach wie vor auf einem zentralen Platz in Madrid, um gegen die Räumung zu demonstrieren.Die von der Zwangsräumung betroffene Pensionistin Maricarmen Abascal prüft derzeit ein Angebot des Eigentümerfonds, in ihre Wohnung zurückzukehren.