Zwei Ex-Minister aus Orban-Ära in U-Haft

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01.10.2026 14.50Online seit heute, 14.50 UhrZwei ehemalige Minister aus der Regierung von Ungarns Ex-Premier Viktor Orban befinden sich in Untersuchungshaft. Die zuständigen Gerichte hatten die Inhaftierung von Miklos Sesztak, Ex-Minister für nationale Entwicklung, und Balazs Hanko, vormals Minister für Kultur und Innovation, gestern bzw. heute angeordnet, berichteten ungarische Medien.Zu Inhaftierung kam es, nachdem die parlamentarische Immunität der beiden Abgeordneten von FIDESZ bzw. den Christdemokraten (KDNP) aufgehoben wurde. Die 30-tägige Untersuchungshaft wurde seitens der Gerichte mit Flucht- und Verdunklungsgefahr sowie der Gefahr der Beeinflussung begründet. Beide Betroffenen weisen jegliche Vorwürfe zurück.Hanko war neben seinem Amt als Minister auch für die Leitung des Nationalen Kulturfonds (NKA) zuständig. Laut Staatsanwaltschaft zweckentfremdete der NKA in über 1.000 Fällen öffentliche Mittel entgegen den gesetzlichen Vorgaben und verursachte damit einen finanziellen Schaden in Höhe von 17,3 Mrd. Forint (rund 47 Mio. Euro).Sesztak wird zudem Bestechlichkeit im Amt vorgeworfen. Dabei geht es laut Medien um Schmiergelder in Höhe von bis zu zwölf Mrd. Forint.Orbans nunmehrige Oppositionspartei FIDESZ stellt sich laut Medienberichten offiziell hinter Hanko, während der Name von Sesztak in der Kommunikation der Partei nicht einmal erwähnt wird.Auch die Abgeordneten der KDNP-Fraktion, zu der Sesztak gehört, hätten ihn fallen gelassen, schrieb das Portal Hang.hu. Die Christdemokraten sind eine seit Jahren nicht mehr selbstständig antretende Satellitenpartei von Orbans FIDESZ, haben aber bis heute eine eigene Fraktion im Parlament.