Grüne gegen Einschränkung bei Zivilersatzdienst

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29.09.2026 10.34Online seit heute, 10.34 UhrDie Grünen, auf deren Zustimmung die Bundesregierung bei der geplanten Zivildienstreform hofft, sind gegen die von der Koalition vorgesehene Einschränkung beim Zivilersatzdienst.Künftig soll sich nur noch ein Prozent der Stellungspflichtigen einen Freiwilligendienst (z. B. freiwilliges soziales Jahr) anrechnen lassen können. „Dann gibt es weniger Gedenkdiener und weniger Burschen, die im Sozialbereich Fuß fassen“, warnte Parteichefin Leonore Gewessler heute.Der Zivilersatzdienst sei kein „Massenphänomen“, „aber er ist ein wichtiger Teil des Zivildienstsystems in Österreich“. Bei den Grünen entstehe jedoch der Eindruck, die Regierung sehe den Zivilersatzdienst als „Zivildienst zweiter Klasse“.Heute traf man sich daher zu einem runden Tisch mit zahlreichen Trägerorganisationen, um deren „Bedürfnisse und Erwartungen“ anzuhören und die eigene Verhandlungsposition zu schärfen.Vor einer Woche verkündete die Dreierkoalition die Einigung auf die Zivildienstreform. Details seien nach „mehr als einem halben Jahr, in dem gestritten wurde“, und einem „großen Zahlenspiel“ aber noch offen, monierte der grüne Wehrsprecher David Stögmüller.Klar sei für ihn, dass es kein „Gegeneinander-Ausspielen“ von Zivildienern und Soldaten geben dürfe. Das bedeute auch eine Gleichstellung beim Salär. Gewessler betonte weiters, dass eine Reform, die so viele Menschen betreffe, jedenfalls in Begutachtung müsse. „Schwierige Verhandlungen“ werde es aber auch nach der Begutachtung geben.