30.09.2026 14.36Online seit heute, 14.36 UhrIm Wintersemester 2026/27 wird an zehn öffentlichen Unis erstmals das Masterstudium Psychotherapie angeboten und damit die Zahl an Ausbildungsplätzen um 500 erhöht.Laut Berufsverband für Psychotherapie (ÖBVP) wird es aber mittelfristig doppelt so viele Plätze brauchen. Wissenschaftsministerin Eva Maria Holzleitner (SPÖ) sprach heute von einem „klaren Signal, dass hochwertige Ausbildung und Bildung nicht vom Geldbörserl abhängen darf“.Ein Teil der Selbsterfahrung und Supervision findet nämlich nunmehr im öffentlich finanzierten Master statt, dementsprechend weniger Kosten fallen im dritten Ausbildungsteil an, der bisher zur Gänze privat finanziert werden musste. Gleichzeitig soll die Verankerung der Psychotherapie als eigene Disziplin an den Unis die Qualität in Forschung und Lehre erhöhen.Bisher Zehntausende Euro an KostenBisher wurden Psychotherapeutinnen und -therapeuten ausschließlich an privaten außeruniversitären Ausbildungseinrichtungen und Privatunis ausgebildet, für das zweijährige Propädeutikum und das – je nach Fachrichtung – drei- bis sechsjährige Fachspezifikum fielen dabei Kosten von mehreren zehntausend Euro an.Quotenregelung ähnlich MedizinZusätzlich habe man Maßnahmen ergriffen, damit trotz steigenden Bedarfs und der Pensionierungswelle bei Psychotherapeutinnen und -therapeuten die Versorgung in Österreich sichergestellt werden kann: Wie beim Medizinstudium sind auch beim Psychotherapie-Master 75 Prozent der Studienplätze für Österreicherinnen und Österreicher vorgesehen, außerdem können Studienplätze für „Aufgaben im öffentlichen Interesse“ gewidmet werden, so Holzleitner.ÖBVP: Verdoppelung der Master-Plätze nötigMit den 500 Master-Plätzen an den Unis allein sei der Bedarf allerdings nicht zu decken, so Christa Schnabl, Vizerektorin der Uni Wien, bei dem Termin. Nach Ansicht der Präsidentin des Berufsverbands ÖBVP, Barbara Haid, braucht es mittelfristig eine Verdoppelung der Master-Studienplätze an den Unis. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.