22.07.2026 17.56Online seit heute, 17.56 UhrDie mögliche Wiedereinführung zweier bereits verbotener Insektengifte in Frankreich hat zu einem Rücktrittsversuch der Umweltministerin Monique Barbut geführt.Frankreichs Präsident Emmanuel Macron habe ihr Rücktrittsgesuch aber nicht angenommen, hieß es im Umfeld von Barbut heute. Diese habe aber ihre Ablehnung des gestern verabschiedeten Gesetzes bekräftigt, das den Weg für den Einsatz zweier Mittel frei macht, die Wissenschaftler als umwelt- und gesundheitsschädlich einstufen.Barbut: „Regierung verhinderte Debatte“„Die Regierung hat die Debatte über diese Maßnahme verhindert“, betonte Barbut auf LinkedIn. Frankreich habe eines der Mittel auf Basis der wissenschaftlichen Gutachten 2016 verboten, erklärte sie.Zehn Jahre später seien „die Bedenken keineswegs ausgeräumt“. In wissenschaftlichen Studien werde weiterhin auf die „Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt“ hingewiesen, fügte sie hinzu.Mögliche GesundheitsgefahrenKonkret geht es um die Wirkstoffe Acetamiprid und Flupyradifuron, die in Frankreich verboten waren, in anderen EU-Ländern aber noch zugelassen sind. Landwirte hatten ihre Wiederzulassung gefordert, um etwa Rote Bete vor Schädlingen zu schützen.Das Gift wirke jedoch auch gegen Bienen und andere Insekten, die Pollen übertragen. Nach wissenschaftlichen Studien gibt es zudem Hinweise auf Entwicklungsstörungen bei Embryos und auf eine Verringerung von Eizellen.