23.07.2026 14.33Online seit heute, 14.33 UhrDie EZB pausiert nach der Zinserhöhung vom Juni und demonstriert zugleich Entschlossenheit im Kampf gegen die hohe Inflation. Der Einlagensatz bleibt bei 2,25 Prozent, teilte der EZB-Rat heute mit.Diese Stellschraube zur Steuerung der Geldpolitik hatten die Währungshüter um EZB-Chefin Christine Lagarde im Juni erstmals seit fast drei Jahren angezogen. Die vom Iran-Konflikt angetriebene Inflation im Euro-Raum ging zuletzt auf 2,8 Prozent zurück.Der EZB-Rat sei weiter wachsam: „Die Unsicherheit ist nach wie vor hoch, und die Auswirkungen des Energieschocks auf die Inflation sind noch nicht vollständig zum Tragen gekommen.“ Man sei fest entschlossen, die Geldpolitik so auszurichten, dass sich die Teuerungsrate auf mittlere Frist beim Zielwert von zwei Prozent stabilisiert.Angriffe der mit dem Iran verbündeten Huthis auf Öltanker im Roten Meer und die verschärfte Lage im Iran-Krieg ließen die Ölpreise jüngst auf den höchsten Stand seit Anfang Juni steigen. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent steuerte heute auf die symbolische Marke von 100 Dollar (etwa 88 Euro) zu.Die Notenbank sei in einer schwierigen Lage, meint Maximilian Wienke, Marktanalyst bei der Handelsplattform eToro: „Hält sich der Ölpreis dauerhaft über 90 Dollar (rund 79 Euro, Anm.) je Barrel, könnte das Inflationsgespenst schneller zurückkehren, als vielen lieb ist.“Entscheidend werde sein, wie Lagarde den Ölpreisanstieg einordne. In der Vergangenheit betonte die 70-Jährige immer wieder, dass die EZB nicht auf jeden kurzfristigen Angebotsschock reagieren müsse. „Die Frage ist nun, ob sie den jüngsten Anstieg weiterhin als vorübergehendes Ereignis bewertet oder Anzeichen für dauerhaften Inflationsdruck sieht“, so Wienke. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.