26.07.2026 23.50Online seit gestern, 23.50 UhrNach dem Auftritt des argentinischen Präsidenten Javier Milei bei der Nominierung des rechtsgerichteten brasilianischen Präsidentschaftskandidaten Flavio Bolsonaro hat Brasilien gestern seinen Botschafter in Buenos Aires zu Konsultationen zurückgerufen.Beim Parteitag der Liberalen Partei (PL) von Bolsonaro hatte Milei am Vortag in Brasilien den linken Amtsinhaber Luiz Inacio Lula da Silva scharf kritisiert. Milei bezeichnete Lula (80) etwa als „Dieb“ und „Häftling“. Zudem rief er dazu auf, dem „sozialistischen Abschaum“ in Lateinamerika den Rücken zu kehren.Lula will sich im Oktober als Kandidat der Arbeiterpartei PT zur Wiederwahl stellen. Sein Hauptherausforderer Flavio Bolsonaro (45) ist der Sohn des wegen eines versuchten Staatsstreichs zu 27 Jahren Haft verurteilten Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro. Dieser steht aus gesundheitlichen Gründen unter Hausarrest.Milei, einer der prominentesten Vertreter der politischen Rechten in Lateinamerika, wollte während seiner Reise nach Brasilien Jair Bolsonaro besuchen. Dies untersagte ihm allerdings Richter Alexander de Moraes. In seiner Rede kritisierte Milei die brasilianische Justiz und bezeichnete den Richter als „glatzköpfigen Müll“.