23. Juli 2026Bei einem internen Test neuer KI-Modelle des Unternehmens OpenAI hat sich die Software nach Angaben der Firma eigenständig in die Systeme einer anderen KI-Firma gehackt. Open AI spricht selbst von einem "beispiellosen Cyber-Zwischenfall". Die KI-Modelle hätten es geschafft, aus der isolierten Testumgebung auszubrechen und sich Zugang zum Internet zu verschaffen. Betroffen von dem Angriff war die Firma Hugging Face. Künstliche IntelligenzAlle Zitate öffnen/schließen The Economist (GB) / 22. Juli 2026The EconomistLand des MediumsGroßbritannienSprache des MediumsEnglischArt des MediumsWochenzeitungErscheinungsweisewöchentlich am SamstagVerbreitungsgebietlandesweitPolitische AusrichtungwirtschaftsliberalAuflage561.000 (2023)Visits10.000.000 – 20.000.000Herausgeber/VerlagThe Economist GroupOnline-BezahlmodellInhalte teilweise kostenpflichtigIm Zaum halten wird immer schwierigerDer Vorfall zeigt, welche Risiken selbst von noch unveröffentlichten KI-Modellen ausgehen, mahnt The Economist:„Im April berichtete ein Forscher von Anthropic, wie er im Park saß und ein Sandwich aß und dabei von einer Mail von Mythos, dem damals noch nicht veröffentlichten KI-Modell, überrascht wurde: Dieses teilte ihm mit, dass es im Rahmen der Überprüfung seiner Cyberfähigkeiten erfolgreich aus seiner 'Sandbox', also einer abgeschotteten Testumgebung, ausgebrochen sei. Wie das noch unveröffentlichte OpenAI-Modell, das in den Hugging-Face-Vorfall verwickelt war, hätte auch Mythos keinen uneingeschränkten Internetzugang haben sollen. Anders als in jenem Fall kompromittierte das Modell jedoch keine Server anderer Unternehmen.“ Zum Originalartikel Frankfurter Allgemeine Zeitung (DE) / 22. Juli 2026Frankfurter Allgemeine ZeitungLand des MediumsDeutschlandSprache des MediumsDeutschArt des MediumsTageszeitungErscheinungsweisemehrmals wöchentlichVerbreitungsgebietlandesweitPolitische AusrichtungkonservativAuflage190.364 (2022)Visits50.000.000 – 100.000.000Herausgeber/VerlagFrankfurter AllgemeineZeitung GmbHOnline-BezahlmodellInhalte teilweise kostenpflichtigEin weiterer WarnschussFür die Frankfurter Allgemeine Zeitung ist es höchste Zeit, KI zu regulieren:„Die US-Regierung unter Donald Trump hat dies lange nicht für wichtig gehalten, sondern sogar eher für schädlich. ... Anthropics Mythos-Modell scheint sie immerhin ein Stück weit alarmiert zu haben, und Trump hat kürzlich ein Dekret herausgegeben, das eine etwas stärkere staatliche Aufsicht über die KI-Branche zur Folge haben könnte. Zum Beispiel sieht es vor, dass KI-Unternehmen der Regierung ihre Modelle auf freiwilliger Basis zur Prüfung zur Verfügung stellen. Dies ist allerdings noch immer ein recht halbherziger Regulierungsversuch. ... Der Kontrollverlust von Open AI über seine KI-Modelle ist nun ein abermaliger und besonders lauter Warnschuss.“Roland Lindner Zum Originalartikel La Stampa (IT) / 23. Juli 2026La StampaLand des MediumsItalienSprache des MediumsItalienischArt des MediumsTageszeitungErscheinungsweisetäglichVerbreitungsgebietlandesweitPolitische AusrichtungliberalAuflage110.000(2023)Herausgeber/VerlagGruppo Editoriale L’Espresso SpAOnline-BezahlmodellInhalte teilweise kostenpflichtigSchicksalsfrage eint sogar Sanders und TrumpIn die US-Politik ist Bewegung gekommen, was den Umgang mit KI-Unternehmen angeht, beobachtet La Stampa:„Vor einigen Tagen hat Sam Altman einen Vorschlag gemacht, der – aus dem Mund des Chefs von OpenAI – durchaus provokant klingt: dem amerikanischen Staat fünf Prozent des Unternehmenskapitals zu überlassen. Der demokratische Senator Bernie Sanders legte sofort nach ...: nicht fünf, sondern fünfzig Prozent. Die eigentliche Überraschung kam jedoch von Donald Trump, der erklärte, er sei 'sehr interessiert' an der Idee einer staatlichen Beteiligung an KI-Unternehmen. ... Der Elefant im Raum muss so gewaltig sein, dass er sogar die politische Polarisierung unter sich begräbt, wenn er Sanders und Trump auf dieselbe Seite bringt: Wem soll die künstliche Intelligenz gehören?“Gabriele Segre Zum Originalartikel Kurier (AT) / 22. Juli 2026KurierLand des MediumsÖsterreichSprache des MediumsDeutschArt des MediumsTageszeitungErscheinungsweisetäglichVerbreitungsgebietlandesweitPolitische Ausrichtungliberal-konservativAuflage113.500 (montags bis samstags, 2023) 245.500 (sonntags, 2023)Visits10.000.000 – 20.000.000Herausgeber/VerlagKurier Zeitungsverlag und Druckerei GmbHOnline-BezahlmodellInhalte teilweise kostenpflichtigVielleicht nur ein PR-CoupDer Kurier vermutet eine Marketing-Strategie dahinter:„Sind wir also in einem neuen Zeitalter angekommen, in dem eine wildgewordene Künstliche Intelligenz für Chaos sorgt? Eher nicht. So sollte man immer eines im Hinterkopf behalten: Firmen wie OpenAI leben davon, ihr Produkt möglichst fähig und mächtig aussehen zu lassen. Die Mitteilung über den Sicherheitsvorfall liest sich wie ein Werbetext für das neue Modell. Genau darum sollte man bei derartigen Mitteilungen immer Vorsicht walten lassen.“Thomas Prenner Zum Originalartikel