23.07.2026 12.10Online seit heute, 12.10 UhrDie EU verhängt gegen Google wegen unfairer Geschäftspraktiken eine Strafe von 890 Millionen Euro, wie die Kommission heute mitgeteilt hat.Der US-Konzern verletzte ihrer Ansicht nach mit seiner Suchmaschine sowie dem App-Marktplatz Google Play Wettbewerbsregeln und benachteiligte seine Konkurrenz widerrechtlich.Mit der Strafe riskiert die EU-Kommission erneute Spannungen mit Washington. US-Präsident Donald Trump hatte die Digitalgesetze der Union in der Vergangenheit scharf kritisiert und mit Gegenmaßnahmen gedroht.Eigene Angebote stärker hervorgehobenKonkret wirft die Kommission dem US-Konzern laut Mitteilung vor, eigene Angebote wie Googles Sportergebnisse und Hotelsuche in den Suchergebnissen stärker in den Vordergrund zu stellen.Die eigenen Produkte würden zum Beispiel durch optisch hervorgehobene Darstellungen – etwa eingefärbte Boxen mit Spielpaarungen bei der WM – prominenter angezeigt als die der Konkurrenz, so die EU-Kommission.Zudem hindere der Onlineriese App-Entwickler bei Google Play zu sehr daran, günstigere Angebote auf anderen Plattformen zu bewerben – also etwa auf einen besseren Preis in einem anderen App-Store zu verweisen.Google: Entscheidung macht Dienste kaputtDer US-Konzern kritisierte, die Entscheidung mache zum wiederholten Mal täglich genutzte Dienste kaputt. „Um die Vorgaben zu erfüllen, müssen wir Echtzeitsuchfunktionen entfernen, die die Europäer schätzen, wie sofortige Preisangebote und direkte Verfügbarkeit von Hotels, Flügen und Restaurants“, teilte Google mit.Bei Google Play müssten zudem Sicherheitsfunktionen abgebaut werden. Leidtragende seien europäische Unternehmen und Verbraucher. „Regulierung sollte Produkte verbessern und sie nicht schlechter machen“, hieß es weiter. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.