21.07.2026 08.57Online seit heute, 8.57 UhrDas französische Parlament will zwei bereits verbotene Insektengifte in Ausnahmefällen wieder genehmigen. Die Nationalversammlung verabschiedete in der Nacht auf heute einen entsprechenden Gesetzesentwurf, der auch im Regierungslager heftig umstritten ist.Die letzte Abstimmung des Senats heute Abend gilt als Formsache. Umweltministerin Monique Barbut erwägt nach Angaben aus ihrem Umfeld ihren Rücktritt aus Protest gegen das Gesetz.Konkret geht es um die Wiederzulassung von zwei Insektengiften, die als „Bienenkiller“ gelten. Die Wirkstoffe Acetamiprid und Flupyradifuron waren in Frankreich wegen ihrer gesundheitsschädlichen Wirkung bereits verboten, sind in anderen EU-Ländern aber noch zugelassen. Bauern und Bäuerinnen forderten ihre Wiederzulassung.Das Gift wirke jedoch nicht nur gegen die Insekten, gegen die es eingesetzt wird, sondern auch gegen Bienen und andere Insekten, die Pollen übertragen, betonen Fachleute und Umweltschützer.Der Stoff verbreite sich in der Umwelt und beeinträchtige die menschliche Gesundheit. In wissenschaftlichen Studien gibt es Hinweise auf Entwicklungsstörungen bei Embryos und auf eine Verringerung von Eizellen.