25.07.2026 08.14Online seit heute, 8.14 UhrEuropaministerin Claudia Bauer (ÖVP) hat eine Debatte über die Zahl der EU-Kommissare angestoßen. Sie frage sich, „ob diese exorbitant hohe Zahl an Kommissaren mit all den Stäben und Dienststellen wirklich nötig ist“, sagte Bauer im Interview mit der deutschen „Welt am Sonntag“.Derzeit stellt jedes der 27 Mitgliedsländer einen EU-Kommissar oder eine EU-Kommissarin, aus Österreich ist das EU-Migrationskommissar Magnus Brunner. Sie sind europäischen Interessen verpflichtet.Auf die Frage der Zeitung, ob sie alle 27 EU-Kommissare beim Namen kenne, antwortete Bauer klar: „Nein.“ Sie forderte demnach, die aus ihrer Sicht „inflationäre Zahl“ der Kommissare zum politischen Thema zu machen: „27 EU-Länder bedeuten nicht automatisch, dass es auch 27 Kommissare samt Kabinetten, Stäben und Dienststellen geben muss. Mehrere Ressorts überschneiden sich, andere betreffen Aufgaben, die besser bei den Mitgliedstaaten aufgehoben wären.“Die Idee einer verkleinerten, effizienteren EU-Kommission tauchte ursprünglich schon im Lissabon-Vertrag auf, scheiterte dann aber am Widerstand Irlands. 2013 beschlossen die Staats- und Regierungschefs deshalb eine unbefristete Ausnahmeregelung, wonach jedes Mitgliedsland weiterhin einen Kommissar in die EU-Behörde entsenden darf.Die mögliche Zahl der EU-Kommissare ist bereits im Lissabon-Vertrag, welcher 2009 in Kraft getreten ist, festgelegt: 18 Kommissare – das entspricht genau zwei Drittel der EU-Mitgliedstaaten. Der Vertrag sieht für den Fall einer Verkleinerung der EU-Kommission vor, dass sich die Mitgliedstaaten bei der Besetzung nach einem fairen Rotationssystem abwechseln, wobei große und kleine Länder gleich zu behandeln wären. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.