Eine „Carmen“ frei von Kitsch und Schuld

Wait 5 sec.

Eine Oper, die mit einem Femizid endet, verträgt keinen Kitsch. In großer Einigkeit haben Sängerin Asmik Grigorian und Regisseurin Gabriella Carrizo ein Rollenbild der Oper gestürzt: Die am Sonntag bei den Salzburger Festspielen gezeigte neue „Carmen“ stellt nicht mehr eine exotische Verführerin mit tragischem Ende in den Mittelpunkt, sondern eine Frau, die aus Freiheit selbst bestimmt, wer am Ende ihr Geliebter ist. Nicht alle waren für diese Deutung schon bereit.